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pts20220301025 Unternehmen/Wirtschaft, Politik/Recht

Hat Allwyn-Tochter Casinos Austria Datenschutz-Probleme?

In Datenschutz-Verfahren verwickelt sich Unternehmen in Widersprüche


Allwyn-Tochter Casinos Austria wegen Datenschutz in Kritik (Foto: Shutterstock)
Allwyn-Tochter Casinos Austria wegen Datenschutz in Kritik (Foto: Shutterstock)

Wels (pts025/01.03.2022/12:00) -

Bei der Datenschutzbehörde ist ein Verfahren gegen den Casinos Austria- und Österreichische Lotterien-Konzern anhängig. Im Rahmen von Stellungnahmen verwickelt sich die Unternehmensgruppe nun in Widersprüche.

Allwyn-Tochter Casinos Austria verwickelt sich in Widersprüche

Der Mehrheitseigentümer der Casinos Austria-Gruppe, Sazka, benannte sich erst vor kurzer Zeit um. Der neue Name lautet nun Allwyn. Das Unternehmen betreibt Lotterien und Glücksspiel in mehreren Ländern. In Österreich wird dieses über die Casinos Austria und Österreichischen Lotterien abgewickelt, an denen Allwyn 60 Prozent der Anteile hält. Schon bald will Allwyn laut Medienberichten seine Unternehmensgruppe an die Börse bringen. Doch in Österreich gibt es währenddessen offensichtlich ein unternehmensinternes Problem mit dem Datenschutz.

Im Zuge einer Stellungnahme der Casinos Austria gegenüber der Datenschutzbehörde, bei denen ein Verfahren gegen die Casinos-Gruppe geführt wird, verwickelt sich das Unternehmen in Widersprüche. Es scheint, als kämen die Casinos Austria immer mehr in Bedrängnis. Whistleblower belasten den Konzern beim Datenschutz schwer, denn: Dieser soll unerlaubt intern firmenübergreifend sensible Daten von Spielern austauschen. Dies finde aber nicht etwa aufgrund von Spielerschutz-Maßnahmen statt, sondern zur internen Risiko-Bewertung beziehungsweise Umsatz-Optimierung, so die Whisteblower.

Mehrere Unternehmen, verschiedene Konzessionen

Die Casinos Austria-Gruppe besteht aus mehreren verschiedenen Unternehmen und Marken. Dazu gehören etwa die Casinos Austria, Österreichische Lotterien, WinWin, win2day oder Tipp3. Die Casinos Austria besitzen - genauso wie die Österreichischen Lotterien - eine eigene Glücksspiel-Lizenz. Als Auflage für diese Lizenz muss ein einzelner Glücksspielbetreiber laut dem Gesetz das Spielgeheimnis wahren.

Insider berichten jedoch von wöchentlich stattfindenden Besprechungen, bei denen zuständige Personen dieser verschiedenen Unternehmen sich in einem Raum versammeln. Dabei geht es um das Besprechen von Themen einzelner Spieler. Beispielsweise spricht der Verantwortliche der Casinos Austria dabei einen Namen aus und sagt: "Herr Huber Paul, Stammgast im Casino Wien Kärntnerstraße." Die anderen Kollegen öffnen dann ihre Datenbank und schauen nach, ob sie Herrn Huber Paul auch bei sich finden. Der für win2day-Zuständige sagt dann beispielsweise: "Ja, der spielt bei uns auch. 17 Mal in diesem Monat, Verlust 2.500 Euro."

Casinos geben nun Datenaustausch zu

In einer Stellungnahme gegenüber der Datenschutzbehörde, die der Spielerhilfe in voller Länge vorliegt, bestreitet das Unternehmen einerseits einen "generellen Datenaustausch", gibt aber einen Austausch in bestimmten Fällen zu. Das Unternehmen nennt es einen "fallbasierenden" Austausch, der zum Zweck des Spielerschutz stattfinden soll. Dabei soll es sich aber ausschließlich um gezielte Fälle handeln, wo auch nur Mitarbeiter der betreffenden Unternehmen anwesend sind, so die Casinos in ihrer Ausführung. Und dies nur dann, wenn "anhängige Spielerschutzverfahren" bei diesen Personen anhängig sind. Das Unternehmen verweist weiters auf interne Vereinbarungen zwischen den einzelnen Konzernunternehmen, die diesen Datenaustausch ermöglichen sollen, sowie auf Geheimhaltungserklärungen mit den jeweiligen Mitarbeiter.

Dies ist jedoch ein großer Widerspruch zu den bisherigen Angaben des Unternehmens. Weiters schlüpfen die Casinos Austria erneut in die Opfer-Rolle und führen in ihrer Stellungnahme an, dass die Spielerhilfe gezielt dem Unternehmensruf schaden möchte. Dafür wird etwa die im November 2021 gegebene Pressekonferenz ausführlich als Beispiel genannt.

Eine Medienanfrage an den Casinos Austria-Konzern blieb bis zum Erscheinen dieser Pressemeldung unbeantwortet.

Vollständige Berichterstattung online

Lesen Sie den vollen Bericht online: https://www.spielerhilfe.at/allwyn-tochter-casinos-austria-mit-datenschutz-probleme

(Ende)
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