Biorhythmus von Krebszellen beeinflussbar
US-amerikanische und japanische Forscher wollen Krankheit an Ausbreitung hindern
Los Angeles/Nagoya (pte002/25.01.2019/06:05) Wird der empfindliche Biorhythmus gestört, kann der Mensch schnell krank werden. Krebszellen gehorchen ebenfalls einer inneren Uhr, die ihnen sagt, wann sie sich ausbreiten sollen. Diese wollen Forscher des USC Michelson Center for Convergent Bioscience http://michelson.usc.edu und der Nagoya University http://itbm.nagoya-u.ac.jp jetzt stoppen und damit das Wachstum der Zellen verhindern. Möglicherweise könnten sie sogar absterben.
GO289 als Schlüssel
Die Forscher haben mit menschlichen Leberkrebszellen und Mäusen gearbeitet, die an Leukämie litten. Sie fanden heraus, dass ein Molekül mit der Bezeichnung GO289 auf ein Enzym zielt, das den Biorhythmus der Krebszelle steuert. Diese Wechselwirkung stört das Funktionieren von vier anderen Proteinen, die für das Überleben und das Wachstum der Zellen wichtig sind. GO289 blockiert die Zähnchen in der inneren Uhr der Zellen, wie sich die Forscher ausdrücken, sodass diese langsamer geht. Gesunde Zellen werden dadurch nicht beeinträchtigt.
"Bei manchen Krebsarten orientiert sich die Krankheit an der inneren Uhr und nutzt sie, um sich auszubreiten", verdeutlicht USC-Forscher Steve Kay. "Mit GO289 können wir in diesen Prozess eingreifen und das Wachstum der Zellen stoppen." Kay gehört zu einer Reihe von Forschern aus unterschiedlichen Disziplinen, die zusammenarbeiten, um neue Behandlungsmöglichkeiten für Krebs sowie neurologische Erkrankungen und Kreislaufbeschwerden zu finden.
Gestörter Stoffwechsel
Anfangs testeten die Fachleute das Molekül im Labor an menschlichen Knochenzellen. Es störte die innere Uhr der Zellen durch den Angriff auf ein Enzym namens CK2. Um herauszufinden, ob es auch bei anderen Krebsarten wirkt, testeten sie es, ebenfalls im Labor, an menschlichen Leberkrebszellen und schließlich an Mäusen, die an Leukämie litten. Sie fanden heraus, dass der Stoffwechsel der Tumorzellen und andere Funktionen, auf die die innere Uhr einen Einfluss hat, gestört wurden, sodass das Wachstum und die Streuung der Zellen behindert wurde. "Das könnte eine wirksame Waffe gegen Krebs werden", sagt Kay.
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