pte20120406010 in Business

Autohersteller wittern Geschäft bei Mikro-Mobilität

Modellreihen für Distanz bis 50 Kilometer sollen Städter ansprechen


EN-V: ermöglicht kinderleichtes Einparken (Foto: gm.com)
EN-V: ermöglicht kinderleichtes Einparken (Foto: gm.com)

New Delhi/Wien (pte010/06.04.2012/13:30) Während die Spritpreise ein Allzeithoch erreicht haben, geht der Wettlauf zwischen öffentlicher und privater Mobilität in eine neue Runde. Bis 2020 wollen die 16 größten Automobilhersteller über 135 sogenannter Mikrofahrzeuge auf den Markt bringen. "Diese neue Fahrzeugklasse ist zur Kurzstreckenmobilität von der letzten Meile bis 50 Kilometer gedacht und soll vor allem in Großstädten für ein schnelleres wie umweltfreundlicheres Vorankommen ebenso sorgen wie für mehr Parkplätze", so Vishwas Shankar, Analyst beim Marktanalysten Frost & Sullivan http://frost.com , gegenüber pressetext.

Nützliches Fahrerlebnis

Was 2001 mit dem bekannten "Stehroller" von Segway LLC begann, könnte für die Autobauer zu einem attraktiven Geschäftszweig werden. Noch dieses Jahr werden von Volkswagen "bik.e" und "e-Scooter" erwartet, weiters das "BMW Concept C" und von Opel "Rak-e". Schon erhältlich sind "e-Vivacity" (PSA), "MP3" (Piaggio), "Pedelec" (BMW), "Winglet" (Toyota), "e-Let's" (Suzuki), "EV-Neo" (Honda) wie auch der "Twizy" von Renault. Typisch für diese Mikro-Mobilitätslösungen sind laut Shankar nicht nur deren neue Form, Größe und Anzahl der Räder, sondern auch das spezielle Fahrgefühl.

Die auf verschiedene Anforderungen abgestimmten Modelle zur Mikro-Mobilität seien zudem intelligent, falt- wie stapelbar und im Antrieb elektrisch. "Während der e-Scooter von VW für die Großstädte gedacht ist, soll das bik.e der Wolfburger quasi als Ersatzreifen für die sogenannte letzte Meile dienen", erklärt Shankar. Der "EN-V" von General Motors sorge für ein leichtes Einparken und das "e-Bike" von Ford wie Pedelec von BMW ermöglichen das flotte Weiterkommen auf Geh- und Radwegen.

Branchenübergreifende Kooperation

"Um Anforderungen städtischer Mobilität zu entsprechen, suchen die Autobauer auch nach branchenübergreifenden Kooperationen", weiß Shakar. So ging etwa GM eine Partnerschaft mit Segway LCC ein, um das Fahrgestell des EN-V voranzubringen. Suzuki wandte sich an Sanyo, um die Batterie des e-Let's zu verbessern. Insgesamt, so der Analyst, richten sich 82 Modelle an Stadtpendler, 30 weitere dienen zur letzten Meile. Rund 70 sind oben zu, die übrigen 50 wie ein "Kickstep" (VW), "Halbo" (BMW), "Mobiro" (Toyota) oder "Burgman" (Suzuki) oben offen.

"Automobilhersteller müssen sich auf einen zunehmenden Wettbewerb in einem aufkommenden Segment einstellen, während sie zur gleichen Zeit ein integriertes Mobilitätskonzept jenseits konventioneller Fahrzeuge planen", erläutert Shankar. Ferdinand Dudenhöffer vom Zentrum für Automotive Research der Universität Duisburg-Essen http://uni-due.de/car hatte außerdem kürzlich in einer Studie die mangelnde Flexibilität der Automobilhersteller kritisiert, auf den Marktbedarf zu reagieren.



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