agri.capital: Biogasproduktion für Industriebetriebe anvisiert
Investitionsrunde von Plänen zur Energieertragsoptimierung geleitet
Münster/Lüchow/Freising (pte020/10.09.2007/14:05) Der deutsche Biogasproduzent agri.capital http://www.agricapital.de sichert sich in einer Investitionsrunde eine 2,5 Megawatt starke Biogasanlage von BioWend http://www.biowend.de und übernimmt das Unternehmen damit zu 90 Prozent. Mit dieser Löwenbeteiligung stockt agri.capital seine niedersächsischen Standorte auf acht auf, wobei die aktuelle Biogasanlage den größten Einzelstandort im Gesamtportfolio des Unternehmens ausmacht. Derzeit werden die Möglichkeiten zur Wärmevermarktung und Gaseinspeisung am Standort Lüchow geprüft, teilte das Unternehmen heute, Montag, mit. "Der Biogasanteil am deutschen Gesamtstromverbrauch macht derzeit rund ein Prozent aus. Bis 2020 rechnen wir - nur bezogen auf Strom - mit einer Erhöhung dieses Anteils auf bis zu 17 Prozent", erläutert der Geschäftsführer des Fachverbands Biogas http://www.fachverband-biogas.de Claudius da Costa Gomez gegenüber pressetext.
Der Erwerb der bereits vor fünf Jahren in Betrieb genommenen Biogasanlage stellt für agri.capital eine lukrative Investition dar. Diese wandelt jährlich rund 35.000 Tonnen Silomais, 5.000 Tonnen Getreide sowie 7.000 Tonnen Rinder- und Schweinegülle in Biogas um. Ziel des Zukaufes ist es, die bislang hauptsächlich zur Stromerzeugung genutzte Anlage in ihrem Wirkungsgrad hinsichtlich des Energieertrags zu optimieren. Aus diesem Grund plant und prüft das Unternehmen derzeit neue Nutzungskonzepte für die Abwärme zur Versorgung nahe gelegener Industriebetriebe. So führe die Geschäftsführung bereits intensive Gespräche mit potenziellen Abnehmern, heißt es in einer Aussendung des Unternehmens.
agri.capital, das deutschlandweit bereits ein Portfolio von rund 100 Standorten besitzt, erwägt auch die Biogasveredelung zu Biomethan als Alternative für den Standortausbau. Damit könnte die Ergasnetzeinspeisung erheblich forciert werden. Am Standort Könnern in Sachsen-Anhalt lässt das Unternehmen bislang das größte Biogasveredlungsprojekt in Deutschland errichten. Die Anlage in Lüchow soll dahingehend optimiert werden, dass sowohl der Silomais, der als Rohstoff eingesetzt wird, als auch der nach der Fermentation verbleibende Gärrest künftig auf dem Anlagengelände gelagert werden kann.
Die Exbetreiber der Lüchower Anlage, ein gesellschaftlicher Zusammenschluss von 70 Landwirten der Region und der örtlichen Volksbank OLD 2002, sollen auch nach der Übernahme mit der Biogasproduktion verbunden bleiben. Die bereits mit agri.capital geschlossenen Verträge sollen die Rohstoffversorgung und Gärresteabnahme durch den Minderheiten-Zusammenschluss langfristig sicherstellen. "Derzeit gibt es noch viele Fragezeichen rund um das Thema Biogas in Deutschland, wobei eine Verbesserung der Rahmenbedingungen die Situation bessern könnte", so da Costa Gomez abschließend gegenüber pressetext.
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