pts20051030005 Politik/Recht

Gewerbeverein: Die Aldisierung des Landes wird über Abgaben bezahlt!

Und damit steigt die Abhängigkeit vom öffentlichen Tropf noch stärker!


Wien (pts005/30.10.2005/21:00) Wer freut sich nicht, wenn der Liter Milch beim Discounter schlappe 50 Cent kostet. Dass aber zuerst reichlichst Subventionen aus Österreich und der EU geflossen sind, bevor ein Tropfen Milch aus dem prallen Kuheuter schießt, daran denkt wohl keiner! Im Grunde genommen blecht der Steuerzahler über eine mörderische Abgabenquote die Aldisierung der Republik. Darüber sollte doch auch einmal nachgedacht werden dürfen, meint man im Österreichischen Gewerbeverein (ÖGV).

Wenn bei uns die arbeitslosen Spachtler durch Kolonnen an synchronisierten Ein-Mann-Unternehmern aus den neuen EU-Ländern illegal - aber von der Behörde gefördert - ersetzt werden, dann bezahlen das Arbeitgeber und -nehmer über die Arbeitslosenversicherungstöpfe. Und da diese nicht ausreichen, zahlen gleich noch einmal alle Steuerzahler mit. Aber alle freuen sich, dass der Tower am Flughafen Wien so billig angeboten wurde. Und dann so viel teuerer abgerechnet wurde, weil halt einige der Billigstbieter vor Übergabe in Konkurs gingen.

Bemerkenswert an diesem System des Ersatzes von Eigenverantwortung durch Subventionierung ist, dass einzig Unternehmer auf der Strecke bleiben. Eine Arbeitslosenversicherung für die Gruppe der Selbstständigen scheitert daran, dass die Regierung nicht bereit ist, den "fiktiven Arbeitgeberbeitrag" für diese Gruppe zu leisten.

Bemerkenswert ist darüber hinaus, dass bei diesem Überhandnehmen öffentlicher Wohltaten in unseren Breiten - speziell in Österreich - niemandem auffällt, dass wir uns in Abhängigkeiten sozialistischer Wirtschaftssysteme nach sowjetischem Muster begeben.

Aber möglicher Weise wollen viele den uns umsorgenden Staat!

Bleibt nur noch die Hoffnung, dass Familienvater KHG nun endlich seine Dissertation vollendet, wie er bis 2010 die Abgabenquote auf vierzig Prozent drückt. Werkstudenten sollen ja am effektivsten arbeiten, wenn Mütterchen strickt und Kinder hutscht und Papa nebenher seine Hausaufgaben erledigt!

(Ende)
Aussender: Österreichischer Gewerbeverein
Ansprechpartner: Herwig Kainz
Tel.: +43/1/587 36 33
E-Mail: h.kainz@gewerbeverein.at
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