Immer mehr deutsche Spargel-Bauern geben auf
Weniger Erntemengen und Flächen - Laut Destatis sinkt Zahl der Betriebe seit 2015 um ein Drittel
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Spargel-Bauer gibt auf: Anbauflächen und Zahl der Betriebe rückläufig (Bild: ChatGPT/Dall-E) |
Wiesbaden (pte021/23.03.2026/13:59)
Deutschlands Spargelbranche sieht sich mit immer mehr Schwierigkeiten konfrontiert. Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sinken sowohl die Erntemenge und die Anbaufläche als auch die Zahl der Spargel anbauenden Betriebe seit dem Jahr 2016.
Kleine Betriebe sterben
Den Statistikern zufolge wurden 2025 bundesweit 103.900 Tonnen Spargel geerntet. Das waren 3,9 Prozent weniger als im Jahr 2024 mit 108.100 Tonnen und 8,5 Prozent weniger als zehn Jahre zuvor (2015: 113.600 Tonnen). Ein Grund für die geringere Spargelernte ist der Rückgang der Anbaufläche, wie die Destatis-Experten unterstreichen.
2025 umfasste die gesamte Anbaufläche für Spargel deutschlandweit 22.500 Hektar - das waren 1,5 Prozent weniger als im Jahr zuvor mit 22.800 Hektar und 12,5 Prozent weniger als im Jahr 2015 mit 25.700 Hektar. Vor allem kleinere Betriebe haben sich in den vergangenen Jahren aus dem Spargelanbau zurückgezogen, zeigen die Zahlen.
Bayern, NRW und BaWü
Bei allen rückläufigen Zahlen nahm die Zahl der Betriebe deutlich stärker ab als Anbaufläche und Erntemenge: von 1.900 (2015) auf 1.350 (2025). Das bedeutet einen starken Rückgang um 29,3 Proztent. Die meisten Betriebe gab es 2025 in Bayern (290), Nordrhein-Westfalen (265) und Baden-Württemberg (210). Die größten Anbauflächen lagen in Niedersachsen (4.300 Hektar), Nordrhein-Westfalen (4 .00 Hektar) und Brandenburg (4.000 Hektar).
Im vergangenen Jahr sind zudem 24.500 Tonnen Spargel importiert worden, das entspricht einem Viertel der einheimischen Produktion. Die Spargel-Importe waren gegenüber dem Jahr zuvor um 6,4 Prozent gestiegen (2024: 23.100 Tonnen), gegenüber dem Jahr 2015 um 3,4 Prozent (23.700 Tonnen).
Der größte Teil des Import-Spargels wird eingeführt, wenn auch hierzulande Gemüse-Saison ist: 79,4 Prozent des 2025 importierten Spargels wurde von März bis Juni eingeführt. 26,8 Prozent kam aus Spanien (6.600 Tonnen), 19,7 Prozent aus Mexiko mit einem Anteil von 19,7 Prozent (4.800 Tonnen) und Griechenland mit einem Anteil von 19,6 Prozent (4.800 Tonnen).
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