pts20041124033 Medizin/Wellness, Forschung/Entwicklung

Neuartiges Therapiekonzept gegen chronisches Rheuma

Weidenrinde neu entdeckt


Dübendorf (pts033/24.11.2004/14:00) Texte français ci-dessous.

Rund 30 Millionen Menschen leiden weltweit so sehr unter Schmerzen, dass sie täglich synthetische nichtsteroidale Antirheumatika einnehmen und gehen damit ein vier- bis sechsfaches Risiko ein, in der Folge an Magen- und Darmproblemen zu erkranken. Eine gut verträgliche, wirkungsvolle Alternative steht seit kurzem zur Verfügung: Der wieder entdeckte, heute standardisierte, kassenzulässige Weidenrindenextrakt (Assalix®).

Menschen, die an Rheuma oder Arthrose leiden, sind ohne Medikamente gegen Schmerzen in den normalen Aktivitäten des Lebens eingeschränkt, können sich nur mühsam bewegen, oft kaum schlafen und ziehen sich aus dem sozialen Leben zurück. "Zentral in der Therapie dieser Menschen ist die Bewegung", sagt Dr. Simon Feldhaus von der Aeskulap-Klinik in Brunnen. "Und zwar die aktive wie die passive Bewegung mit Hilfe unter anderem von Physio- und Feldenkraistherapie. Das ist nur möglich, wenn die Betroffenen eine ausreichende Schmerzmedikation haben. Diese Medikamente müssen oft über Monate, Jahre oder manchmal bis ans Lebensende eingenommen werden; eine gute Verträglichkeit ist deshalb zwingend."

Zunehmend erkennbare Risiken synthetisch hergestellter nichtsteroidaler Antirheumatika haben das Interesse an Altbewährtem, am Weidenrindenextrakt erneuert. Weidenrindenextrakte haben in der Medizin eine lange, abwechslungsreiche Geschichte: Hippokrates empfahl Weidenrinden-Abkochungen bei Wundschmerzen und Verletzungen und auch Hildegard von Bingen kam im 12. Jahrhundert nicht ohne Weidenrinde aus. Im 19. Jahrhundert befassten sich viele wissenschaftliche Studien mit dem aus der Weidenrinde gewonnen Wirkstoff Salicin und man wusste bereits, dass aus ihm im Körper Salicylsäure entsteht. Schliesslich gelang es den Wirkstoff synthetisch herzustellen, wobei seine direkte Verabreichung eine schlechte Magenverträglichkeit aufwies. Durch die Acetylierung wurde dieser Effekt verbessert. Die teure Rohstoffgewinnung entfiel bei der synthetischen Herstellung und die Medikamente standen plötzlich in grosser Menge zur Verfügung. So kam es, dass der Weidenrindenextrakt in die Vergessenheit versank.

1996 und 1997 untersuchte W. Schaffner von der Universität Basel die Wirkung von Weidenrindenextrakt bei der Behandlung rheumatischer Erkrankungen und rückte damit den Wirkstoff wieder in das Interesse der medizinischen Forschung. In verschiedenen Studien wurden seither Wirksamkeit und Verträglichkeit des Weidenrindenextraktes bei über 5'500 Patienten mit chronischen Rückenschmerzen und arthrosebedingten Knie- und Hüftbeschwerden nachgewiesen. Diese guten Resultate sind auch darauf zurück zu führen, dass der Weidenrindenextrakt nicht nur Salicin enthält, sondern noch viele andere Substanzen, unter anderem Flavonoide und Procyanidine, die eine antioxidative Schutzwirkung haben und als Radikalfänger wirken. Es ist das Vielstoffgemisch, das die entzündungshemmende Wirkung auf mehreren Ebenen erzeugt. Weidenrindenextrakt wirkt dort wo der Schmerz entsteht, indem es die Entzündung, welche über die Freisetzung von Substanzen, die zu Schmerzen führen, hemmt.

Gewinnung von Weidenrindenextrakt
Es gibt etwa 500 Species der Gattung Weidenbaum. Seine Rinde enthält 1,5 bis mehr als 11 Prozent Salicin. Besonders reich an Salicin und deshalb für die Herstellung des Medikaments geeignet, ist die Purpur- (Salix purpurea) und die Reifweide (Salix daphnoides). In Kulturen werden die Pflanzen an besonders ausgewählten Standorten gezüchtet, denn die Beschaffenheit von Boden und Klima haben ebenso eine Auswirkung auf die zu erntenden Wirkstoffe wie der Zeitpunkt der Ernte und das Vorgehen bei der Trocknung. Im ersten Jahr werden Stecklinge (einjährige Triebe) gesteckt und bereits im folgenden Jahr kann mit der Ernte begonnen werden. Da immer nur die einjährigen Triebe geerntet werden, kann dies jährlich wiederholt werden.

Durch diesen Anbau wird bereits eine homogene Qualität des Ausgangsmaterials erreicht. Die gleichmässige Zusammensetzung der Inhaltsstoffe gewährt die Qualitätseingangskontrolle vor der Verarbeitung.

Modernes Schmerzmanagement
Dr. Simon Feldhaus erläutert sein umfassendes Schmerzmanagement: "Hat der Patient sehr starke Schmerzen, verschreibe ich ihm zu Beginn eine Kombination von Weidenrindenextrakt und einem synthetisch hergestellten Schmerzmittel. Nach 2 bis 4 Wochen kann man das synthetische Medikament meist absetzen. Wichtig ist ausserdem, dass man versucht, am schmerzerzeugenden Prozess etwas zu verändern. Arthrosepatienten haben zum Beispiel entweder ursächlich oder als Folge der Erkrankung eine Fehlstatik. Hier helfen oft nach millimetergenauer Ausmessung hergestellte Schuheinlagen. Ist die Fehlstatik so gut als möglich korrigiert, kann sich der Patient besser bewegen. Rheumapatienten empfehle ich die mediterrane Ernährung mit möglichst wenig Fleisch, dafür mit viel Fisch wegen deren entzündungshemmenden Omega 3 Fetten. Als Ergänzung setzen wir die physikalische Medizin (Bäder) ein. Es gilt auch, den Menschen in seinem Umfeld zu betrachten und abzuklären, warum ein Schmerz plötzlich nicht mehr zu ertragen ist. Eventuell ist auch eine psychologische Betreuung hilfreich."

Nicht jeder Schmerz bedarf gleich einer Abklärung oder einer Therapie. Hält der Schmerz jedoch länger als eine Woche an oder schränkt er die Betroffenen in Alltagssituationen ein, ist eine ärztliche Untersuchung angezeigt. Denn Schmerz, der ein durchaus sinnvolles Warnsignal des Körpers ist, hat dann jeglichen Sinn verloren. Auch ein Schmerz, der über Jahre gut zu ertragen war und plötzlich zugenommen hat, muss abgeklärt werden. Nicht zuletzt um neue Erkrankungen auszuschliessen (con).

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Redécouverte de l'écorce de saule : un concept unique dans le traitement des rhumatismes chroniques

Quelque 30 millions de personnes souffrent dans le monde entier de douleurs suffisamment pénibles pour nécessiter un traitement quotidien aux antiinflammatoires non stéroïdiens, ce qui multiplie par six le risque de subir des complications gastro-intestinales. Une bonne alternative efficace et bien tolérée a été redécouverte récemment: l'extrait d'écorce de saule (Assalix®). Ce médicament est désormais disponible et remboursé par les caisses.

Sans traitement des douleurs, les personnes souffrant de rhumatisme ou d'arthrose sont limitées dans leurs activités de la vie quotidienne, ont des difficultés à effectuer les mouvements nécessaires et à se déplacer, peuvent souvent à peine dormir et se retirent peu à peu de la vie sociale. "Dans le traitement de ces patients, le mouvement constitue un aspect tout à fait central", explique le Dr Simon Feldhaus de la clinique Aesculap à Brunnen. "Il faut s'efforcer d'améliorer la motricité active et passive, entre autres à l'aide de la physiothérapie et de la méthode Feldenkrais. Or, cela n'est possible que si les personnes concernées sont suffisamment traitées contre les douleurs. Considérant que les antalgiques doivent souvent être pris pendant des mois, des années ou même parfois jusqu'à la fin de la vie, il est absolument essentiel qu'ils soient bien tolérés".

Face aux risques observés de plus en plus clairement en association avec les antiinflammatoires non stéroïdiens de fabrication synthétique, l'extrait d'écorce de saule - un médicament éprouvé - gagne à nouveau en importance. L'histoire de l'utilisation médicale des extraits d'écorce de saule est longue et mouvementée: Hippocrate recommandait des infusions d'écorce de saule contre les douleurs dues aux plaies et blessures, Hildegard von Bingen avait recours aux vertus de ce remède au XIIe siècle, et le XIXe siècle a apporté de nombreuses études scientifiques sur la substance extraite de l'écorce de saule, la salicine, dont on savait alors déjà qu'elle était transformée par le corps en acide salicylique. Finalement, il est devenu possible de synthétiser l'acide salicylique en laboratoire. Toutefois, le médicament administré sous cette forme était mal supporté par l'estomac. Ce problème a pu être atténué par l'acétylation de l'acide salicylique. La fabrication synthétique ayant permis d'éviter les grands frais liés à l'obtention des matières premières, ces médicaments ont été disponibles rapidement en grandes quantités. Dès lors, l'extrait de l'écorce de saule est tombé dans l'oubli.

En 1996 et 1997, W. Schaffner de l'Université de Bâle a étudié les propriétés de l'extrait d'écorce de saule dans le traitement des maladies rhumatismales, et redirigé ainsi l'intérêt scientifique vers ce médicament. Depuis, différentes études ont démontré l'efficacité et la bonne tolérance de l'extrait d'écorce de saule auprès de plus de 5500 patients souffrant de douleurs dorsales chroniques ou de douleurs dues à une arthrose du genou ou de la hanche. Ces bons résultats sont dus entre autres au fait que l'extrait d'écorce de saule contient non seulement de la salicine, mais également une série d'autres substances (entre autres des flavonoïdes et des procyanidines) faisant fonction d'antioxydants et de capteurs de radicaux. C'est tout l'ensemble de ce mélange qui exerce les effets antiinflammatoires à plusieurs niveaux. L'extrait d'écorce de saule agit en périphérie - là où la douleur se produit - en combattant l'inflammation (dont les mécanismes englobent la libération de substances qui provoquent des douleurs).

Obtention de l'extrait d'écorce de saule
Il existe environ 500 variétés de saule. Leur écorce contient 1,5 % à plus de 11 % de salicine. Les variétés pourpre (Salix purpurea) et daphné (Salix daphnoides), dont l'écorce est particulièrement riche en salicine, sont utilisées pour la fabrication du médicament. Les arbres sont cultivés dans des emplacements sélectionnés avec soin, car le sol et le climat ont tout comme le moment de la récolte et le processus de séchage une grande influence sur les substances actives obtenues. Les plants (pousses d'un an) sont implantés la première année, et la récolte peut commencer dès la deuxième année. Étant donné que la récolte ne concerne toujours que les pousses d'un an, le procédé peut être répété chaque année.

Cette forme de culture en plantations permet d'atteindre une qualité homogène des matières premières. Un contrôle de la qualité de la matière brute avant son traitement assure une composition équilibrée des substances contenues.

Prise en charge moderne des douleurs
Le Dr Simon Feldhaus explique comment il traite les douleurs dans une approche globale: "Si le patient souffre de douleurs très importantes, je prescris au début une association d'extrait d'écorce de saule avec un antalgique de fabrication synthétique. Au bout de 2 à 4 semaines, il est généralement possible d'abandonner le médicament synthétique. En outre, il est important d'influencer un peu le processus responsable des douleurs. Les patients souffrant d'arthrose, par exemple, présentent des troubles statiques (soit initialement en tant que facteur d'origine de la maladie, soit de façon secondaire suite à la maladie). Ici, des orthèses fabriquées sur mesure avec une précision minutieuse peuvent s'avérer utiles. Si les troubles statiques sont corrigés dans toute la mesure du possible, le patient a moins de difficultés à marcher. Chez les patients souffrant de rhumatisme, je recommande une alimentation méditerranéenne avec aussi peu de viande que possible, mais avec beaucoup de poisson (qui contient des acides gras oméga 3 aux effets antiinflammatoires). Le traitement est complété par des séances de médecine physique (bains). Il faut également comprendre le patient dans son environnement et explorer pourquoi une douleur n'est soudainement plus supportable. Une prise en charge psychologique peut éventuellement contribuer au succès."

Toutes les douleurs n'exigent pas nécessairement un diagnostic approfondi ou un traitement, mais des douleurs qui persistent plus d'une semaine ou limitent les activités quotidiennes requièrent un examen médical. En effet, si la douleur est un signal d'alarme réellement utile dans une situation aiguë, elle perd tout son sens en se prolongeant ou en invalidant le patient. Un diagnostic médical est nécessaire également - ne serait-ce que pour exclure une nouvelle maladie - si une douleur restée facilement supportable pendant des années s'intensifie brusquement. (con)

Pressekontakt/Contact:
Biomed AG, Frau Dr. Marietta Zenner-Weber, Senior Product Manager
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