TopCon: Saubere Power aus der Schweiz
Controls-Regatron AG an EU-Forschungsprogramm beteiligt
Rorschach (pts035/20.02.2001/14:13) Erfolg für die Rorschacher Controls-Regatron AG und ihre Prozessstromquelle TopCon, die in enger Zusammenarbeit mit der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich entwickelt wurde: Die EU-Kommission für das 5. Europäische Forschungsprogramm "Growth" hat entschieden, die Versuche mit dem Large-Plasmasystem am Sitz der Fraunhofer-Gesellschaft in Dresden voran zu treiben. Ferner wird das Rorschacher Unternehmen Controls-Regatron als vollwertiger Partner im Europäischen Forschungspaket "Activated CVD" akzeptiert.
Beim Dresdner Large-Plasmasystem handelt es sich um einen neuartigen Plasma-Brenner, der an der Universität der Bundeswehr in München entwickelt wurde. Zur Zeit werden Brenner mit 15 und 30 cm Lichtbogenlänge getestet, die mit verschiedenen Reaktionsgasen beströmt werden können.
"Unter dem Einfluss der sehr hohen Lichtbogen-Temperatur werden diese Gase ionisiert und sind damit geeignet, die Oberfläche von Metall- und Kunststoffteilen chemisch zu verändern", erklärt Professor Christian Rohrer, Physiker und wissenschaftlicher Mitarbeiter von Controls-Regatron.
Vorversuche haben bereits beeindruckende Resultate gezeitigt. Zum Beispiel bei der Behandlung von Kunststofffolien: In der heissen Plasma-"Flamme" werden die Moleküle zugeleiteter Reaktionsgase auf hohe Energie gebracht und in ionisierter Form (Änderung der Ladungseigenschaften der Moleküle) gegen die Folie geschleudert. Auf deren Oberfläche reagieren sie mit den Kunststoffmolekülen und ändern deren Eigenschaften in der gewünschten Weise ab. Nach einer solchen Behandlung lassen sich zum Beispiel Folien, die sehr gute lebensmittelchemische Eigenschaften aufweisen, dafür bislang aber nicht bedruckbar waren, nach Belieben gestalten. Andere Folien, welche nicht geschweisst oder geklebt werden können, erlauben dies nach der Plasmabehandlung ohne weiteres.
Unabdingbare Voraussetzung für die Plasmatechnologie ist eine leistungsfähige und präzis steuerbare Energiequelle, wie sie Controls-Regatron in enger Zusammenarbeit mit der ETH Zürich entwickelt hat. Zum Einsatz kommt die TopCon-Technologie aber auch in anderen Bereichen, in denen hohe Leistung und eine präzise Regelung gefragt sind, wie etwa der Brennstoffzellen-Forschung von Daimler-Chrysler.
Die Larges im Fraunhofer-Institut für Elektronenstrahl- und Plasmatechnik werden von TopCon-Stromversorgungseinheiten gespeist. Die Anlage in Dresden besteht aus 5 TopCons 32 kW / 1000 V, welche parallel arbeiten und bis zu 160 A Strom liefern können. "Da sehr hohe Energiedichten erzeugt werden, sind die Anforderungen an die Versorgung ausserordentlich hoch", betont Professor Rohrer. "Die netzseitig installierte Leistung beträgt rund 200 kVA!"
Die Rolle von Controls-Regatron im EU-Forschungsprojekt beschränkt sich nicht auf die Lieferung der gesamten, fertig verdrahteten TopCon-Anlage. Auch die computergeführte Steuerperipherie sowie die vollautomatische Zündanlage Cipass für den Large-Brenner werden von der Ostschweizer Firma geliefert. Zurzeit wird das Ganze in Dresden angeliefert und schrittweise in Betrieb genommen.
"Für uns bedeutet die Teilnahme am EU-Forschungsprojekt nicht zuletzt, dass wir für unsere Entwicklungs- und Forschungstätigkeiten sowie für den administrativen Aufwand mit namhaften Mitteln des Bundes unterstützt werden", erklärt Controls-Regatron-Geschäftsführer Leo Weibel. Konkret übernimmt das Bundesamt für Bildung und Wissenschaft (BBW)in Bern die Hälfte der für Controls-Regatron im Rahmen des vierjährigen Projektes in Dresden anfallenden Kosten.
(Ende)| Aussender: | in.f.a.m. Medienbüro GmbH |
| Ansprechpartner: | Prof. Christian Rohrer |
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