pte20260402001 in Forschung

Mediennutzung nimmt weltweit weiter zu

Von der im Vorjahr von PQ Media vermuteten Sättigung bleibt nichts übrig - Mobile Videos im Trend


Auch Bücherlesen erfreut sich international großer Beliebtheit (Foto: pixabay.com, Pexels)
Auch Bücherlesen erfreut sich international großer Beliebtheit (Foto: pixabay.com, Pexels)

Stamford (pte001/02.04.2026/06:00)

Der globale Medienkonsum soll 2026 im Vergleich zum Vorjahr um 2,4 Prozent zulegen. Diese Prognose hat kürzlich das US-Unternehmen PQ Media öffentlich gemacht, das in zahlreichen Ländern Mediendaten sammelt und ökonometrisch analysiert. Vor einem Jahr hatte es noch einen Rückgang aufgrund einer gewissen Sättigung erwartet, der nun allerdings nicht eingetreten ist. Der prognostizierte Zuwachs bedeutet, dass jeder Mensch im Schnitt täglich 8,24 Stunden Medien nutzt. PQ Media begründet den Anstieg mit einer Fülle von medienwirksamen Ereignissen wie den vergangenen Olympischen Winterspielen, der Fußball-Weltmeisterschaft der Männer und mehreren wichtigen Wahlen.

Bücher können punkten

PQ berücksichtigt die gesamte Bandbreite des Medienkonsums in vier Kategorien: Internet, Mobilgeräte, traditionelle Medien und hybride Medien - von Videos in sozialen Apps bis hin zum Lesen von Büchern. Unter traditionellen Medien verzeichneten zuletzt allein Bücher einen Zuwachs bei der Nutzung: 2025 gab es ein Plus von 1,7 Prozent, eine Prognose für 2026 gibt es nocht nicht. Alle anderen traditionellen Kanäle – darunter Live-Fernsehen, Radio, Printmagazine und Zeitungen – setzten ihren Rückgang mit einer kombinierten Rate von 4,1 Prozent fort.

Mobile Videos verzeichneten im vergangenen Jahr einen enormen Anstieg von 13,8 Prozent. Während digitale Kanäle ihre Dominanz mit einem Gesamtwachstum von sieben Prozent weiter festigen, war Over-the-Top-Video (OTT), das Streaming, Video-on-Demand (VOD), Pay-per-View (PPV) und digitale Videorekorder (DVR) umfasst, mit durchschnittlich 9,5 Stunden pro Woche der beliebteste Einzelkanal.

Japaner am medienintensivsten

Hinter den globalen Durchschnittswerten verbergen sich erhebliche demografische und nationale Unterschiede. Die medienintensivste Nation der Welt, Japan, verzeichnete 2025 einen durchschnittlichen Medienkonsum von über 13 Stunden pro Tag; die Niederlande kamen auf über zwölf Stunden. Die USA, Großbritannien und Südkorea vervollständigen die Top 5 und verzeichneten alle über elf Stunden. Deutschland kommt auf knapp elf Stunden. Österreich und die Schweiz liegen deutlich darunter.

Männer nutzen mit 8,4 bzw. 8,2 Stunden pro Tag Medien stärker als Frauen. Die größten Konsumenten weltweit sind nach wie vor ältere Generationen: Die vor 1945 Geborenen steigerten ihren Medienkonsum um 3,3 Prozent auf insgesamt 14,6 Stunden pro Tag. Die Generation X (zwischen 1965 und 1980 geboren) war 2025 die einzige Altersgruppe, die ihren Konsum reduzierte - um satte 28 Prozent.

(Ende)
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