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pte20190712004 Unternehmen/Finanzen, Bildung/Karriere

Mindestlohn kein Jobkiller für ältere Arbeitnehmer

US-Studie sieht Vorteile für Arbeitsmarkt im demografischen Wandel


Alte Arbeitskraft: Kommt Mindestlohn zugute (Foto: pixelio.de, angieconscious)
Alte Arbeitskraft: Kommt Mindestlohn zugute (Foto: pixelio.de, angieconscious)

Urbana/Champaign (pte004/12.07.2019/06:15) - Mindestlöhne sind ein effektives Steuerungsinstrument, um das Einkommen älterer Arbeitnehmer zu erhöhen und deren Situation zu verbessern. Auch der gesamte Arbeitsmark würde davon profitieren. Zu diesen Schlüssen kommt eine Studie, die der Ökonom Mark Borgschulte von der University of Illinois https://illinois.edu mit weiteren Wirtschaftswissenschaftlern jüngst vorgelegt hat.

Alternder Arbeitsmarkt

Wirksam ist ein Mindestlohn demnach speziell für betagte Lohnempfänger, die kurz vor ihrer Verrentung stehen, weil höhere Löhne in diesen Fällen keine Arbeitslosigkeit mehr als Folge erhöhter Einkommen nach sich ziehen können. Borgschulte hält entsprechende Mindestlöhne für ein wichtiges Mittel, um sehr erfahrene Arbeitnehmer im Alter von über 60 Jahren in Zeiten wachsender Ungleichheit und einer alternden Bevölkerung sozial und finanziell abzusichern. Angesichts der demografischen Entwicklung in den USA sei es außerdem im öffentlichen Interesse, Menschen länger arbeiten zu lassen.

Das Forscherteam untersuchte die Auswirkungen von Mindestlöhnen auf Beschäftigungsverhältnisse und die soziale Absicherung bezogen auf 62- bis 70-jährige Arbeitskräfte in den USA von 1983 bis 2016. Die Studie ergab, dass die Wahrscheinlichkeit, zum Mindestlohn zu arbeiten, zunimmt, je näher Arbeitnehmer dem Ruhestand sind.

Mindestlohn kann erhöht werden

Vorherige Studien, die eine Gefahr verstärkter Arbeitslosigkeit bei Senioren aufgrund eingeführter Mindestlöhne annahmen, haben sich laut Borgschulte in der Langzeituntersuchung nicht bestätigt. Er sieht Spielraum für höhere Mindestlöhne von bis zu 15 US-Dollar pro Stunde ohne negative Konsequenzen für ältere Arbeitnehmer.

Link zur Studie: https://bit.ly/2xHl6dR

(Ende)
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