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pte20220622005 Medien/Kommunikation, Kultur/Lifestyle

Lokalnachrichten bleiben die Königsdisziplin

In Australien rangieren sie auf Platz eins - "Digital News Report" untersucht Lage in 60 Nationen


Titelseite des
Titelseite des "Digital News Report": Lokalnachrichten bleiben hoch im Trend (Bild: canberra.edu.au)

Canberra (pte005/22.06.2022/06:15) -

Lokale Nachrichten sind für Australier am wichtigsten, wie eine Umfrage unter 2.000 Bürgern des Landes für den "Digital News Report" (DNR) zeigt, den die University of Canberra http://canberra.edu.au veröffentlicht hat. Erfasst wurden deren Ansichten zu Nachrichten, sozialen Medien, Parteilichkeit und der Rolle von Journalisten. "Lokale Nachrichten wurden höher eingestuft als Politik, Sport, Kriminalität und viele andere Themen, die traditionelle Nachrichten ausmachen", wundert sich Projektleiterin Sora Park.

Globales Projekt

Der DNR ist Teil eines globalen Projekts, das von Robert Picard, von 2010 bis 2014 Forschungsdirektor am Reuters Institute for the Study of Journalism https://reutersinstitute.politics.ox.ac.uk , gegründet wurde. Es befasst sich mit dem Medienkonsum in zehn europäischen Ländern und Australien. Mittlerweise nehmen 60 Länder teil. Insgesamt werden mehr als 90.000 Menschen befragt.

In diesem Jahr war Park besonders daran interessiert, Fragen zum parteiischen Journalismus und zu den Stimmen von Reportern in den sozialen Medien aufzunehmen, ein kontroverses Thema in Australien. Die Ergebnisse zeigen, dass eine Mehrheit der Befragten der Meinung ist, dass Journalisten ihre persönlichen Ansichten nicht in den sozialen Medien äußern sollten.

Soziale Medien verlieren

Laut Park haben die meisten Australier das Gefühl, dass die Menge an Nachrichten, die sie in ihren Medien sehen, ungefähr richtig ist. Soziale Medien haben ihre Position als primäre Nachrichtenquelle verloren, auch unter bei den Jüngeren, die ebenfalls zunehmend auf vertrauenswürdige Online-Sites und Fernsehen als zuverlässigere Quellen setzen.

Das Vertrauen in die Medien schwankt weiterhin, wenngleich sich der langfristige Negativtrend umgekehrt hat. Das allgemeine Vertrauen in Nachrichten ist von 43 Prozent auf 41 Prozent gesunken, obwohl das Vertrauen der Menschen in ihre bevorzugten Nachrichtenquellen leicht stieg. Das Vertrauen in kommerzielle Fernsehnachrichten nahm stark ab, obwohl es immer noch als vertrauenswürdiger eingestuft wird als viele Zeitungen.

(Ende)
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