Künstliche Intelligenz wird nicht zur Übermacht
Kommunikationswissenschaftler Milton Mueller sicher: Der Mensch hat stets das letzte Wort
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KI: Menschen sitzen laut Forscher am längeren Hebel (Bild: Tomislav Jakupec, pixabay.com) |
Atlanta (pte003/29.01.2026/06:10)
KI-Bots wie ChatGPT und Co werden teilweise maßlos überschätzt, so Forscher des Georgia Institute of Technology. "Informatiker können die sozialen und politischen Auswirkungen von Technologie oft nicht richtig einschätzen. Sie konzentrieren sich so sehr auf die Mechanismen der KI und sind von deren Erfolg so überwältigt, dass sie nicht in der Lage sind, sie in einen sozialen und historischen Kontext zu stellen", sagt Studienautor Milton Mueller.
Kein Vorbote des Untergangs
In den vier Jahrzehnten, in denen Mueller sich mit Informationstechnologiepolitik beschäftigt, habe er noch nie erlebt, dass eine Technologie als Vorbote des Untergangs angesehen wurde - bis jetzt. Deshalb hat er untersucht, ob KI tatsächlich eine existenzielle Bedrohung darstellt. Jetzt glaubt er, alle Indizien, die scheinbar für diese These sprechen, widerlegen zu können.
Die heutige KI sei zwar bereits besser als der Mensch darin, Tausende von Berechnungen in Sekundenschnelle durchzuführen, aber das mache sie noch nicht kreativ oder fähig, komplexe Probleme zu lösen. Viele Informatiker gingen davon aus, dass KI mit zunehmender Rechenleistung irgendwann den Menschen überholen und autonom handeln könne. Doch diese Annahme sei falsch. KI werde immer von Menschen auf ein Ziel ausgerichtet oder darauf trainiert und handle nicht autonom.
Ausweg Neuprogrammierung
"Wenn KI Anweisungen zu ignorieren scheint, liegt das an Unstimmigkeiten in den Anweisungen und nicht daran, dass die Maschine zum Leben erwacht ist. Einige clevere Leute entdecken immer wieder Wege, wie sie Regeln aushebeln können. Aber wenn die Maschine etwas falsch macht, können Informatiker sie neu programmieren, um das Problem zu beheben", sagt Mueller. In ihrer derzeitigen Form könne eine fehlgeleitete KI stets korrigiert werden.
Laut dem Wissenschaftler kann aktuell kein Punkt überschritten werden, an dem Menschen die Kontrolle über sie verlieren. Die eigentliche Herausforderung bestehe nicht darin, eine KI-Apokalypse zu verhindern, sondern intelligente, sektorspezifische Richtlinien zu entwickeln, die die Technologie mit den menschlichen Werten in Einklang bringe.
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