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pte20200918010 Medizin/Wellness, Forschung/Entwicklung

Krebsmittel-Zugang in EU sehr unterschiedlich

Gesundheitsausgaben in den einzelnen Ländern klaffen laut neuen Studien stark auseinander


Krebs im Fokus: Ausgaben in EU sehr unterschiedlich (Foto: pixabay.com, PDPics)
Krebs im Fokus: Ausgaben in EU sehr unterschiedlich (Foto: pixabay.com, PDPics)

Lugano (pte010/18.09.2020/10:30) - Der Zugang zu Krebsmedikamenten ist in Europa sehr ungleich verteilt - das gilt sowohl für neue Mittel in der Entwicklung als auch für zurzeit zugelassene Präparate. Verantwortlich dafür sind große Unterschiede in den Gesundheitsausgaben in den verschiedenen Ländern, wie Studien zeigen, die auf der Tagung "ESMO Virtual Congress 2020" http://esmo.org der Öffentlichkeit präsentiert wurden.

Lange Zulassungsverfahren

Länder in Westeuropa führen eine höhere Zahl an klinischen Studien für neue Krebsmedikamente durch als Länder in Ost- und Mitteleuropa. Eine Analyse der aktiven Studie in unterschiedlichen Ländern ergab große Unterschiede beim Zugang zu neuen Behandlungsformen, die sich in der Entwicklung befinden. Laut Mitautorin Teresa Amaral vom Universitätsklinikum Tübingen http://medizin.uni-tuebingen.de bringt der Zugang zu klinischen Studien für die Patienten viele Vorteile. Sie haben während der Testphase Zugang und müssen nicht darauf warten, bis die Medikamente zugelassen sind, zudem sei eine Kostenerstattung möglich. Auch gebe es Nachuntersuchungen und Überwachung.

Die Forscher haben in der Datenbank Clinicaltrials nach interventionellen klinischen Studien bei Erwachsenen mit Tumoren gesucht, die zwischen 2009 und 2019 durchgeführt wurden. Die Analyse der Zahl der Studien in 34 europäischen Ländern ergab große Unterschiede. Albanien hatte mit 0,14 klinischen Studien pro 100.000 Einwohner die geringste Zahl. Belgien verfügte mit 11,06 Studien über den höchsten Wert. Die Gesamtzahl der klinischen Studien zu Krebs ist in Europa zwischen 2010 und 2018 um 33 Prozent angestiegen. Diese Zunahme war bei frühen klinischen Studien der Phase I bis II mit 61 Prozent deutlich höher. Bei späteren klinischen Studien lag dieser Wert nur bei sieben Prozent.

DACH-Raum gibt am meisten aus

Laut Thomas Cerny von der Universität Bern http://unibe.ch ist eine größere Zahl von Phase-I-Studien ein Zeichen dafür, dass in einem Land mit guter Infrastruktur und Anreizen, klinische Studien durchzuführen, aktiver geforscht wird. Eine Analyse der Gesundheitsökonomie hat ergeben, dass 2018 reichere europäische Länder zehn Mal mehr pro Kopf für Krebsmedikamente ausgegeben haben. Dieses Muster entspricht jenem bei klinischen Studien. Laut Forschungsleiter Nils Wilking vom Karolinska Institutet http://ki.se/en nach gibt es auch große Unterschiede bei den Ausgaben für Krebsmittel.

"Wir haben herausgefunden, dass die Ungleichheiten großteils mit der Wirtschaftskraft der Länder und nicht mit der Belastung durch Krebsleiden in Verbindung stand. Die Wissenschaftler schätzten die mit Krebs in Zusammenhang stehenden Ausgaben für 31 Länder. Dabei handelte es sich um die EU-27 und Island, Norwegen, die Schweiz sowie Großbritannien. Dafür wurden staatliche Zahlen für 2018 herangezogen.

In Österreich, Deutschland und der Schweiz wird am meisten für Krebsmedikamente ausgegeben. Der Wert lang zwischen 90 bis 108 Euro pro Kopf. Am wenigsten gaben Tschechien, Lettland und Polen aus - nur 13 bis 16 Euro pro Kopf. Die größten Unterschiede bei den Ausgaben konnten bei immunonkologischen Medikamenten festgestellt werden. Laut Wilking gibt es zwei Hauptfaktoren für die Unterschiede der Ausgaben bei Krebspräparaten: Einer ist der Mangel an Geld und der andere ist, dass Medikamente nicht zugelassen werden.

(Ende)
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Ansprechpartner: Moritz Bergmann
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