Frauen überleben den Krebs eher als Männer
Patientinnen leiden laut umfassender Analyse der Adelaide University stärker an Nebenwirkungen
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Frau: braucht eine andere Krebsbehandlung als ein Mann (Foto: pixabay.com, Pexels) |
Adelaide (pte004/18.03.2026/06:15)
Laut einer neuen internationalen Studie unter der Leitung der Adelaide University überleben Frauen Krebs eher als Männer. Es besteht jedoch ein höheres Risiko von schwerwiegenden und nachteiligen Nebenwirkungen, heißt es. Die Forscher belegen bei den Geschlechtern beständige Unterschiede, und zwar beim Überleben und der Behandlungstoxizität. Frauen verfügen demnach über ein um 21 Prozent geringeres Sterberisiko und ein um zwölf Prozent höheres Risiko von schweren Toxizitäten.
Einheitliche Unterschiede
Diese geschlechtsbasierten Unterschiede waren bei zwölf Arten von fortgeschrittenen soliden Tumoren sowie bei Behandlungsmodalitäten wie Chemotherapie, zielgerichteten Therapien und der Immuntherapie großteils einheitlich vorhanden. Damit liegt, so die Wissenschaftler weiter, nahe, dass sie auf zugrunde liegenden biologischen Mechanismen beruhen und nicht nur auf medikamentenspezifischen Auswirkungen.
In der Studie haben die Experten untersucht, ob das Geschlecht selbst das Überleben und die Toxizität, also die Giftigkeit der Behandlung, vorhersagt. Laut Forschungsleiter Natansh Modi ist das biologische Geschlecht ein Schlüsselprädiktor für die Ergebnisse der Krebsbehandlung. "Das Geschlecht ist ein grundlegender biologischer Faktor, der das Immunsystem, den Arzneimittelmetabolismus, die Zusammensetzung des Körpers und die Tumorbiologie beeinflusst."
Großes Sample analysiert
Das Team hat die Daten von mehr als 20.000 Krebspatientinnen und -patienten aus 39 klinischen Studien untersucht. Sie hatten sich zwischen 2011 und 2021 mit Zulassungen der Food and Drug Administration der USA befasst. Diese Studie umfasste zwölft fortgeschrittene Arten von Tumoren. Dazu gehörten Krebserkrankungen der Lunge, des Dickdarms sowie Brustkrebs und Melanome.
Die im "Journal of the National Cancer Institute" veröffentlichten Ergebnisse haben wichtige Implikationen dafür, wie Medikamente künftig evaluiert und verschrieben werden. Sie betonen auch die Wichtigkeit für geschlechtsspezifisches Handeln in der klinischen Forschung. Die Forscher fordern, dass das biologische Geschlecht in der Onkologie als ein entscheidender Prognosefaktor anerkannt wird, und zwar in klinischen Studien und der alltäglichen Behandlung von Krebserkrankungen.
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