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pte19971030010 in Business

Kostenrechnung von Klimatologen

Klimaflüchtlinge belasten Staatsbudgets um hunderte Mio. Dollar


Wuppertal (pte) (pte010/30.10.1997/15:57)

Die Zunahme des Treibhauseffektes verändert nicht nur die Umwelt. Überschwemmungen und neue Dürregebiete drohen viele Menschen in der dritten Welt zu Flüchtlingen zu machen. Wirtschaftsexperten versuchen jetzt anhand von Computersimulationen, die finanziellen Folgen der Klimaänderung vorherzusagen. Edda Müller vom Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt und Energie gibt ein Beispiel: "Es wird geschätzt, daß etwa 1,5 Prozent der Weltbevölkerung zusätzlich zu Klimaflüchtlingen werden."

US-Ökonomen haben überschlagen, daß die Vereinigten Staaten für jeden Einwanderer rund 4500 Dollar aufwenden müssen. Die Zahl ergebe sich aus den angenommenen Kosten für die aufzubringende Sozialinfrastruktur. Multipliziert man diese Kosten mit rund 150 Millionen möglicher Flüchtlinge, so ergeben sich 700 Milliarden Dollar Folgekosten.

Richard Tol, Wirtschaftsmathematiker am Institut für Umweltstudien der Universität Amsterdam nennt allerdings die Defizite dieser Modelle: "Es gibt dramatische Hochrechnungen über Millionen zusätzlicher Todesopfer infolge der Ausbreitung von Seuchen wie Malaria". Überschätzt werde dagegen die Auswirkung auf die Landwirtschaft. Man könne heute annehmen, daß Landwirte ihren Anbau umstellen werden. Dann wäre der Effekt eines Klimawandels auf Hungersnöte geringer. Solchen Einflüssen ist ein monetärer Wert nur schwer zuzuordnen. (Ende)
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