KI faltet RNA-Moleküle
Bochumer Forscherteam findet neuen Ansatz und erschließt Trainingsdaten für Lernprozess
Bochum (pte016/08.07.2022/13:30)
Forschern der Ruhr-Universität Bochum (RUB) http://ruhr-uni-bochum.de ist es gelungen, mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) RNA-Moleküle zu falten. In der Fachzeitschrift "PLOS Computational Biology" haben sie kürzlich einen Weg geschildert, um mit KI die Struktur bestimmter RNA-Moleküle zuverlässig aus ihrer Nukleotidsequenz vorherzusagen. Die RUB-Forscher um Vivian Brandenburg und Franz Narberhaus kooperierten dabei mit Axel Mosig vom Kompetenzbereich Bioinformatik des Bochumer Zentrums für Proteindiagnostik http://prodi.rub. de.
Neu für RNA-Moleküle
Für die Funktion zahlreicher Biomoleküle ist ihre dreidimensionale Struktur relevant. Deshalb interessieren sich Forscher nicht nur für die Sequenz der Einzelbausteine, sondern auch für die räumliche Struktur. Mittels KI lässt sich laut RUB-Mitteilung zuverlässig die dreidimensionale Struktur eines Proteins aus dessen Aminosäuresequenz prognostizieren. Für RNA-Moleküle ist diese Technik allerdings neu. "Oft wird RNA nur als Bote zwischen der genomischen DNA und den Proteinen verstanden", erklärt Axel Mosig. "Aber viele RNA-Moleküle übernehmen zelluläre Funktionen." Wichtig dafür sei ihre räumliche Struktur. Ähnliche Bereiche in einer Nukleotidsequenz könnten sich zusammenlagern und dadurch dreidimensionale Anordnungen bilden.
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