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pts20210121016 Bauen/Wohnen, Unternehmen/Wirtschaft

HOCHTIEF ist am Ausbau der Wiener U-Bahn beteiligt

U2 Rathaus und U5 Frankhplatz - Auftragswert 242 Mio. Euro


Wien (pts016/21.01.2021/10:40) - HOCHTIEF baut in den nächsten Jahren die Wiener U-Bahn aus. Die Wiener Linien beauftragten HOCHTIEF Infrastructure Austria - gemeinsam mit Swietelsky und HABAU Hoch und Tiefbau - mit der Realisierung zweier Baulose für die Linien U2 und die neue U5. Die drei Unternehmen sind zu gleichen Teilen an der Arbeitsgemeinschaft beteiligt. Das Auftragsvolumen beträgt rund 242 Millionen Euro, der HOCHTIEF-Anteil beläuft sich auf zirka 80 Millionen Euro. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich sechs Jahre dauern.

HOCHTIEF ist derzeit maßgeblich am Ausbau von innerstädtischen U- und S-Bahnnetzen in vielen Metropolen der Welt beteiligt, etwa in München, Stuttgart, Prag, Kopenhagen oder Sydney.

Spatenstich für größtes Klimaschutzprojekt der Stadt

Mit dem Spatenstich bei der künftigen U5-Station Frankhplatz starten nun auch offiziell die Bauarbeiten zum größten Klimaschutzprojekt der Stadt im Herzen Wiens: Der Öffi-Ausbau U2xU5. Verkehrsministerin Leonore Gewessler, Finanzminister Gernot Blümel, Finanz- und Öffistadtrat Peter Hanke sowie Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer setzten heute den ersten Schritt zum Öffi-Ausbau als Antwort auf die zwei größten, aktuellen Krisen: Coronakrise und Wirtschaftskrise.

Das Linienkreuz U2xU5 ist das erste U-Bahnprojekt im Zentrum der Stadt seit dem Bau der U3 in den 1990er Jahren. Rund 370 000 Menschen leben und arbeiten im unmittelbaren Einzugsbereich der neuen Strecken und profitieren damit direkt vom Netzausbau. Insgesamt schafft der Öffi-Ausbau U2xU5 Kapazität für 300 Millionen zusätzliche Fahrgäste. Und auch die Umwelt wird mit dem U-Bahn-Ausbau massiv entlastet. Bis zu 75 000 Tonnen CO2 können jährlich durch die Verlagerung des Autoverkehrs auf die Öffis künftig eingespart werden.

"U-Bahnen sind generell die zentralen, umweltrelevanten Lebensadern in einer Stadt. Die Linien U2 und U5 sind echte Hauptschlagadern für die Öffis und den Klimaschutz. Mit U2xU5 schaffen wir zusätzliche Kapazitäten für das Öffi-Netz der Zukunft und eine umweltfreundliche Stadtplanung. Die Bauzeit wird herausfordernd, aber mit der großartigen Perspektive vor Augen, ist es das auf jeden Fall wert", so Wiener Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer.

Einrichtung der Baufelder

Seit rund 10 Tagen laufen die Vorarbeiten der Arge U2xU5 Rathaus/Frankhplatz für den U-Bahn-Bau bei den Stationen U2xU5 Rathaus und U5 Frankhplatz. Die Umleitungsstrecke für den Verkehr wurde bereits eingerichtet, damit direkt im Anschluss die für die Bauarbeiten notwendigen Baufelder freigemacht werden können. So wird in den entsprechenden Bereichen beispielsweise der Asphalt entfernt, Gehsteigkanten abgetragen und die Baustellenflächen eingezäunt.

Bauarbeiten für U-Bahnschächte beginnen

Noch im März beginnen bereits die Bauarbeiten zu den Stationen und U-Bahnschächten bei den Stationen Rathaus und Frankhplatz. Bis zu 60 Meter lange Bohrpfähle sichern dabei die Schächte, die dann in weiterer Folge ausgehoben werden. Ein zusätzlicher Bauschacht wird im Bereich der Station Schottentor, neben der Universität errichtet, damit hier künftig die U2 auf ihre neue Strecke in Richtung Matzleinsdorfer Platz abbiegen kann. Die Verbindung zur bestehenden U2-Strecke wird im Rahmen der dafür notwendigen U2-Teilsperre ab Ende Mai hergestellt.

Tunnelvortrieb in bewährter Neuer Österreichischer Tunnelbaumethode

Die ersten Tunnelvortriebsarbeiten nach der Neuen Österreichischen Tunnelbaumethode (NÖT) starten beim Abschnitt Rathaus voraussichtlich Mitte 2022 und beim Frankhplatz im Frühjahr 2023. Diese variantenreiche bergmännische Baumethode wird eingesetzt, wenn Untergrund und Bauwerksgeometrie eine größere Flexibilität erfordern. Dafür muss mittels Brunnen das Grundwasser abgesenkt werden. Die Notwendigkeit aufgrund der vorherrschenden Geologie in diesem Bereich wurde bereits im Vorfeld, im Zuge der Probebohrungen entlang der neuen Trasse, in Erfahrung gebracht.

Bis zur Fertigstellung der Linien U5 bis Frankhplatz 2026 und der Linie U2 bis Matzleinsdorfer Platz 2028 investieren Bund, Stadt Wien und die Wiener Linien rund 2,1 Mrd. Euro in das Jahrhundertprojekt U2xU5.

HOCHTIEF ist ein technisch ausgerichteter, globaler Infrastrukturkonzern mit führenden Positionen in seinen Kernaktivitäten Bau, Dienstleistungen und Konzessionen/Public-Private-Partnerships (PPP) und mit Tätigkeitsschwer-punkten in Australien, Nordamerika und Europa. Mit zirka 53.000 Mitarbeitern und Umsatzerlösen von rund 26 Mrd. Euro im Jahr 2019 ist HOCHTIEF weltweit auf entwickelte Märkte fokussiert. In Australien ist der Konzern mit CIMIC Marktführer. In den USA ist HOCHTIEF über Turner die Nummer 1 im gewerblichen Hochbau und zählt mit Flatiron zu den wichtigsten Anbietern im Tiefbau, hauptsächlich für Verkehrsinfrastruktur. Dem Konzern gehört ein 20-Prozent-Anteil an Abertis, dem führenden internationalen Mautstraßenbetreiber. HOCHTIEF ist wegen seines Engagements um Nachhaltigkeit seit 2006 in den Dow Jones Sustainability Indizes vertreten. Weitere Informationen unter: http://www.hochtief.de/aktuelles-medien

HOCHTIEF Infrastructure Austria ist in Österreich mit Niederlassungen in Wien und Innsbruck vertreten. Die Niederlassung in Wien hat sich auf technisch und logistisch anspruchsvolle Projekte in den Bereichen Tiefbau sowie Verkehrsinfrastruktur spezialisiert. Das Bauen und Sanieren von Brücken, Tunneln, Straßen, Schienenwegen und Bahnhöfen zählen zu ihren Kernkompetenzen. Die Niederlassung in Innsbruck ist seit vielen Jahren ein zuverlässiger Partner für den städtischen Tiefbau, wie Kabel-, Kanal- und Rohrleitungsbau sowie für den Hochgebirgsbau. Weitere Informationen unter: http://www.hochtief.at

(Ende)
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