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pte20200723026 Forschung/Entwicklung, Technologie/Digitalisierung

Hightech-Drohne flattert wie ein Mauersegler

Leichtgewicht schafft akrobatische Flugmanöver und wiegt gerade einmal 26 Gramm


Yao-Wei Chin mit dem Prototypen der Mauersegler-Drohne (Foto: nus.edu.sg)
Yao-Wei Chin mit dem Prototypen der Mauersegler-Drohne (Foto: nus.edu.sg)

Adelaide/Singapur (pte026/23.07.2020/13:30) - Eine Drohne, die so schnell ist wie ein Mauersegler und auch dessen akrobatischen Flugkünste beherrscht, haben Forscher aus Australien, Singapur, China und Taiwan entwickelt. Der per Flügelschlag angetriebene Ornithopter wiegt nur 26 Gramm, kann schweben, in den Sturzflug gehen, gleiten und abrupt die Richtung wechseln. Weil er so leicht ist, kann er Menschen kaum gefährden und ist daher auch in Regionen einsetzbar, in denen sich viele Passanten bewegen.

Sicherere Flughäfen denkbar

Hauptentwickler Yao-Wei Chin von der National University of Singapore http://nus.edu.sg nennt als Anwendungsbeispiel die künstliche Bestäubung von Pflanzen in Gewächshäusern. Herkömmliche Drohnen seien dazu nicht in der Lage, weil immer die Gefahr bestehe, dass sie die Pflanzen schreddern. Der Ornithopter könnte auch auf Flughäfen eingesetzt werden, um Vögel zu vertreiben, die in die Triebwerke geraten können. Aufgrund seiner stabilen Fluglage, auch bei starkem Wind, sei er dazu wie geschaffen.

Die Flügel verleihen dem künstlichen Mauersegler so viel Auftrieb, dass er eine winzige Kamera tragen kann. Daher eignet er sich beispielsweise auch zur Überwachung von Menschenmengen, bei denen die Gefahr von Massenpaniken besteht oder des Straßenverkehrs, um etwa Staus zu erkennen. Und auch das Sammeln von Informationen bei Katastrophen können sich die Wissenschaftler vorstellen.

So viel Schub wie ein Propeller

Für Professor Javaan Chahl, Luft- und Raumfahrtingenieur an der University of South Australia http://unisa.edu.au , führt das Kopieren des Designs von Vögeln zu Drohnen mit ganz speziellen Flugeigenschaften. "Wir haben mit dem Flügelschlag den gleichen Schub erreicht wie mit Propellern", so Chahl. Die Flügel spielen gleich drei Rollen: Sie treiben die Drohne an und sorgen für den Steig- und Sinkflug. "Im Grunde genommen ist die Ornithopter-Drohne eine Kombination aus Gleitschirm, Flugzeug und Hubschrauber."



(Ende)
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