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ptp20260729009 in Forschung

SAPMAP - Neues Open-Source-KI-Tool für SAP-Security

Tool von SecurityBridge ist im Rahmen von OWASP auf Anfrage verfügbar


Joris Van De Vis, Leiter des SecurityBridge Research Lab (Quelle: SecurityBridge)
Joris Van De Vis, Leiter des SecurityBridge Research Lab (Quelle: SecurityBridge)

Ingolstadt (ptp009/29.07.2026/09:30)

Ein neues Open-Source-KI-Tool zur Abwehr von Angriffen auf SAP-Systeme hat Joris Van De Vis entwickelt, Leiter des SecurityBridge Research Lab. SAPMAP wurde im Rahmen des OWASP-Projekts "Core Business Application Security" (CBAS) veröffentlicht und ist zunächst nur im Rahmen eines Einladungsverfahrens verfügbar. Grund: "Das Tool lässt sich auch dazu nutzen, um in ungeschützte Systeme einzudringen und damit die Kontrolle über die gesamte SAP-Umgebung eines Unternehmens zu erlangen", wie der SAP-Cybersicherheitsforscher erklärt.

Die Zurückhaltung bei der Veröffentlichung folgt dem Beispiel von Anthropic, dessen Pioniermodell "Claude Mythos Preview" wegen seiner leistungsstarken Fähigkeiten und des Missbrauchspotenzials ebenfalls nicht allgemein veröffentlicht wurde.

Bloodhound für SAP-Umgebungen

SAPMAP weist Ähnlichkeiten mit BloodHound auf, einem Open-Source-Tool für Penetrationstests, das wie SAPMAP einen Kartierungsansatz nutzt, um Beziehungen in Microsoft Active Directory-Umgebungen auszunutzen. Angesichts des enormen Einflusses von BloodHound verändert das Tool nachhaltig die Art und Weise, wie sich Unternehmen verteidigen.

SAP-Systeme, die einen Großteil der weltweiten Abrechnungs-, Finanz-, Fertigungs- und Lieferkettenprozesse unterstützen, sind derart miteinander verbunden, dass es ihnen ermöglicht wird, sich gegenseitig zu steuern. Indem sie die Beziehungen eines Systems abbilden und Schwachstellen identifizieren, können Kriminelle so über einen einzigen Einstiegspunkt Kontrolle über alle Unternehmensabläufe erlangen.

Wie arbeitet SAPMAP?

SAPMAP unterstützt Sicherheits-, Betriebs- und Audit-Teams dabei, schnell Einblick in Angriffspfade zu gewinnen, Schwachstellen zu identifizieren und die Erkennung zu verbessern. Es bildet die gesamte SAP-Umgebung eines Unternehmens ab, stellt Angriffe automatisch vom ersten Einstiegspunkt bis zur vollständigen Kontrolle dar und berücksichtigt dabei 16 Szenarien mit Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb, darunter Gehaltsdiebstahl, Bankbetrug durch Lieferanten, Produktionssabotage und Datenschutzverletzungen bei Kundendaten.

Weitere Merkmale:

• Sieben einsatzbereite Exploits, darunter CVE-2025-31324 – die SAP-Sicherheitslücke, die vermutlich bei den jüngsten Angriffen auf Unternehmenssysteme ausgenutzt wurde – sowie CVE-2026-31431, eine bekannte Schwachstelle zur Rechteausweitung auf Root-Ebene.

• 72 dokumentierte CVEs, 1.817 automatisierte Sicherheitstests und 16 praxisnahe Business-Impact-Szenarien.

• Erfasst sowohl On-Premises-SAP-Umgebungen als auch SAP BTP (Cloud) und bildet Angriffs- und Vertrauenspfade über die Trust Boundary hinweg in beide Richtungen ab.

"Das Tool zeigt, was möglich wird, wenn fundiertes SAP-Fachwissen, Open-Source-Zusammenarbeit und verantwortungsvolle Sicherheitsforschung zusammenkommen", so Waseem Ajrab und Julian Petersohn, OWASP-Projektleiter. "Das OWASP-Projekt ‚Core Business Application Security' ist stolz darauf, dieses Projekt zu unterstützen, um Sicherheitsverantwortlichen einen klareren Überblick über komplexe Angriffspfade zu verschaffen und gleichzeitig die leistungsstarken Funktionen des Projekts mit der gebotenen Vorsicht zu behandeln."

SAPMAP wird zunächst ausschließlich im Rahmen eines geschlossenen Einladungsverfahrens für SAP-Sicherheitsfachkräfte bereitgestellt. Unternehmen, verifizierte Penetrationstester:innen und SAP-Sicherheitsforscher:innen können unter strengen Zugangsbedingungen Zugriff beantragen. Eine öffentliche Veröffentlichung erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt im Rahmen des OWASP-Projekts. Die Registrierung für den Ealry Access ist hier möglich.

Über SecurityBridge:

SecurityBridge ist führender Anbieter einer umfassenden, SAP-nativen Cybersicherheitsplattform, mit der Unternehmen weltweit ihre wichtigsten Geschäftssysteme schützen. Die Plattform integriert nahtlos Echtzeit-Bedrohungsüberwachung, Schwachstellenmanagement und Compliance-Funktionen direkt in die SAP-Umgebung und ermöglicht es Unternehmen, die Integrität, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit ihrer Daten mit minimalem manuellem Aufwand zu schützen. Sie liefert eine 360°-Sicht auf die SAP-Sicherheitslage und zeichnet sich durch Benutzerfreundlichkeit, schnelle Implementierung und transparente Lizenzierung aus. SecurityBridge verfügt über eine nachgewiesene Erfolgsbilanz, darunter eine hervorragende Kundenbewertung und über 5.000 gesicherte SAP-Systeme weltweit. Das Unternehmen engagiert sich für Innovation, Transparenz und Kundenorientierung und sorgt dafür, dass sich SAP-Anwender in der sich entwickelnden Landschaft der SAP-Sicherheitsbedrohungen sicher bewegen können. www.securitybridge.com

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