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pte20220519003 Technologie/Digitalisierung, Umwelt/Energie

Hightech-Bienenkorb schützt Tiere dank KI

Roboter und selbstlernende Software des Start-ups Beewise lösen meisten Probleme in Echtzeit


Roboter bei der Arbeit im
Roboter bei der Arbeit im "Beehome": KI kümmert sich um alles (Foto: beewise.ag)

Jerusalem/Beit HaEmek (pte003/19.05.2022/06:10) -

Mit Robotik und Künstlicher Intelligenz (KI) will das israelische Jungunternehmen Beewise http://beewise.ag Imkeern die Arbeit erleichtern. Im Kibbuz Beit HaEmek im Norden des Landes sind gleich 24 automatisierte Bienenstöcke für zwei Mio. Tiere installiert. Im Inneren befinden sich Kameras, Sensoren und Roboterarme sowie eine Zentrifuge, mit der der Honig aus den Waben herausgeschleudert wird. Strom beziehen die "Beehomes" aus Solarzellen auf dem Dach. Das Innere der Hightech-Bienenstöcke ist klimatisiert. Bisher werden sie vor allem in Israel genutzt. Einige fanden auch den Weg in die USA.

Automatische Medikamentenausgabe

Sensoren und Kameras überwachen den Zustand der Bienen. Bei Bedarf erhalten sie aus der Hand des Bordroboters Medikamente, Zucker oder Wasser. Die Daten werden per Computer ausgewertet. Die dazu nötige Software hat das Unternehmen ebenfalls entwickelt. Es basiert auf KI und wurde darauf trainiert, den gesundheitlichen Zustand der Bienen zu beurteilen und angemessen darauf zu reagieren.

"Dank KI weiß unsere Software ganz genau, was die Bienen brauchen", sagt Netaly Harari, Director of Operations bei Beewise. Wenn der Computer ein Problem analysiert, das er mithilfe des Roboters nicht lösen kann, alarmiert er den Imker. Ende Mai soll der erste Honig automatisch geerntet werden. "Es wird der erste Honig der Welt sein, der mithilfe von KI gewonnen wird", so Harari.

Jede sechste Bienenart regional tot

Laut Entomologie-Professor Sharoni Shafir, der das Bienenforschungszentrum auf dem Rehovot-Campus der Hebräischen Universität Jerusalem http://en.huji.ac.il/en leitet, kann die Technologie dazu beitragen, Bienenvölker, auch bedrohte Arten, zu schützen. "Manchmal braucht ein Imker mehrere Monate, um zu erkennen, dass es ein Problem gibt", sagt Shafir und fügte hinzu: Imker könnten mit dem Roboter die meisten dieser Probleme in Echtzeit lösen und die Sterblichkeitsrate der Bienen reduzieren.

Jede sechste Bienenart ist regional bereits ausgestorben. Laut einer Untersuchung aus dem Jahr 2019 sind der Verlust von Lebensräumen und der Einsatz von Pestiziden die Hauptursachen. Hinzu kommen Krankheiten und Schädlinge wie Varroa destructor, eine Milbe, die eine verheerende Wirkung auf Honigbienen hat. Die Sensoren in den Beehomes erkennen einen Befall so frühzeitig, dass eine Reaktion möglich ist.

(Ende)
Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Wolfgang Kempkens
Tel.: +43-1-81140-300
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