pte20090721002 in Business
Guantanamo - "Die Folter geht weiter"
Al-Jazeera-Journalist kritisiert Medien-Kuschelkurs seit Obama
Guantanamo (pte002/21.07.2009/06:05)
"Seit der Machtübernahme Barack Obamas hat das Medieninteresse an Guantanamo Bay und den dortigen Verhältnissen deutlich nachgelassen. Es werden aber immer noch viele Männer gefangen gehalten und die Folter geht weiter." Mit dieser ernüchternden Erkenntnis sorgt derzeit der sudanesische Journalist Sami al-Haj für Aufregung in der internationalen Medienlandschaft. Der heute 40-Jährige ehemalige Kameramann des arabischen TV-Senders Al Jazeera http://english.aljazeera.net ist der einzige Medienmitarbeiter, der im umstrittenen US-Militärgefängnis auf Kuba inhaftiert wurde. Nach über sieben Jahren, in denen al-Haj dort eigenen Angaben zufolge illegal festgehalten und gefoltert worden ist, wendet er sich nun mit seiner bedrückenden Lebensgeschichte an die Öffentlichkeit. Demnach wurde der Al-Jazeera-Reporter gleich mehrere Male von den Gefängniswächtern grundlos verprügelt, in rassistischer Art und Weise beschimpft und mithilfe von Militärwachhunden eingeschüchtert. Auch eine grundlegende medizinische Versorgung blieb dem Guantanamo-Häftling laut seinen Schilderungen weitestgehend verwehrt.
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