pte20090617034 in Business
Großbritannien will Internetsteuer einführen
Monatliche Abgabe soll Problem der Breitbandlücken lösen
London (pte034/17.06.2009/13:40)
Britische Haushalte, die über einen Festnetz-Telefonanschluss verfügen, sollen in Zukunft eine Art "Internetsteuer" in der Höhe von 50 Pence (rund 0,59 Euro) pro Monat bezahlen. Die in einem staatlichen Fonds gesammelten Abgaben könnten dann von der Regierung dazu verwendet werden, um den Breitbandausbau im Land voranzutreiben und sicherzustellen, dass jedem Bürger ein ausreichend schneller Internetzugang zur Verfügung steht. Mit diesem Vorschlag sorgt derzeit der Kommunikationsminister Lord Carter in Großbritannien für Aufregung. Der Labor-Politiker hat gestern, Dienstag, seinen bereits mit Spannung erwarteten Bericht "Digital Britain" präsentiert, in dem er einen Rohentwurf der digitalen Zukunft des Vereinigten Königreichs skizziert. Demnach hat derzeit rund ein Drittel der Bevölkerung des Landes keine Möglichkeit, über eine ausreichend schnelle Verbindung ins Netz einzusteigen.
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