pte20260401002 in Business

Globale Unternehmen investieren weiter massiv in KI

Selbst eine Rezession könnte die meisten Führungskräfte laut KPMG-Umfrage nicht bremsen


Die meisten Unternehmen fliegen auf KI-Systeme (Illustration: pixabay.com, Tung Nguyen)
Die meisten Unternehmen fliegen auf KI-Systeme (Illustration: pixabay.com, Tung Nguyen)

Zug/Amstelveen (pte002/01.04.2026/06:05)

Investitionen in Software mit künstlicher Intelligenz (KI) hat für rund drei Viertel der weltweit führenden Firmen nach wie vor hohe Priorität, selbst wenn es in den nächste zwölf Monaten zu einer Rezession kommen sollte. Das geht aus der jüngsten "KPMG Global AI Pulse"-Umfrage des Wirtschaftsberatungsunternehmens KPMG hervor.

Demnach schätzen 77 Prozent der Führungskräfte dieser Unternehmen an KI den "bedeutenden geschäftlichen Nutzen", darunter Produktivitätssteigerungen, Kosteneinsparungen, Umsatzwachstum und verbesserte Entscheidungsfindung. 32 Prozent setzen bereits KI-Agenten ein und weiten deren Einsatz noch aus, weitere 27 Prozent koordinieren mehrere Agenten unternehmensweit. Allerdings sind drei von vier Führungskräften "etwas oder sehr besorgt" wegen der Datensicherheit.

Umfrage in 20 Staaten

Die Umfrageergebnisse stützen sich auf Aussagen von Führungskräften aus 20 Staaten. Drei Viertel der Befragten vertraten Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als einer Mrd. US-Dollar. Sie planen, in den nächsten zwölf Monaten durchschnittlich 186 Mio. US-Dollar in KI zu investieren.

Während die meisten Unternehmen (64 Prozent) angeben, dass KI bereits bedeutende Geschäftsergebnisse liefert, stehen sie vor wachsenden Herausforderungen, von der Messung und Quantifizierung des Nutzens über die Anpassung von Governance-Modellen in der erforderlichen Geschwindigkeit bis hin zum Management von Datenschutz- und Cyberrisiken sowie der Bewältigung von Widerständen bei Mitarbeitern.

KI-Vorreiter profitieren am meisten

Der Mehrwert von KI wird nicht in allen Firmen gleichermaßen realisiert. Es besteht eine deutliche Kluft zwischen Unternehmen, die sich noch in der Experimentierphase befinden, und solchen, die bereits über Pilotprojekte hinausgekommen sind. Nur eine kleine Gruppe von "KI-Vorreitern" verzeichnet bereits deutliche Erträge.

Diese Vorreiter schneiden durchweg besser ab als andere: 82 Prozent geben an, dass KI bereits einen bedeutenden geschäftlichen Mehrwert liefert, verglichen mit 62 Prozent ihrer Mitbewerber. Dies ist nicht nur eine Lücke in der KI-Reife, sondern eine sich vergrößernde Leistungslücke zwischen Unternehmen, die KI als unternehmensweite Transformation betrachten, und solchen, die versuchen, KI in bestehende Modelle zu integrieren und dabei nur kleine Gewinne erzielen.

Investitionen in Personal

Der Wert von KI wird nicht allein von der Technologie bestimmt, sondern von Menschen. Firmen, die KI parallel zu Investitionen in ihre Belegschaft ausbauen, berichten fast viermal häufiger von einem bedeutenden KI-getriebenen Geschäftsmehrwert, der sich auf Produktivität, Kosteneinsparungen, Wachstum und Entscheidungsfindung erstreckt.

Führende Unternehmen im KI-Bereich sind der Ansicht, dass die Einbindung der Mitarbeiter in die KI-Entwicklung mehr erfordert als herkömmliche Weiterbildungen. Deshalb richten sie ihre Investitionen in Talente neu aus. Sie stellen Mitarbeiter für KI-spezifische Jobs ein, nutzen "Acqui-Hires" (Übernahmen von Unternehmen, um deren qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen) und führen Programme zum Training von KI-Agenten ein.

(Ende)
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