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pts20061020029 Technologie/Digitalisierung, Bildung/Karriere

Gehen uns die IT´ler aus?


Wien (pts029/20.10.2006/14:45) - 23% der österreichischen Unternehmen hätten in den letzten 6 Monaten mehr mittel- bis hoch qualifizierte Mitarbeiter engagiert - wenn sie sie gefunden hätten. Das ergab eine aktuelle Manpower Umfrage unter 750 heimischen Arbeitgebern. Über den Mangel besonders an IT-Fachkräften diskutierten gestern im Manpower Jobcafé:

  • Dr. Johannes Kopf, LL.M., Vorstandsmitglied AMS Österreich

  • Mag. Dr. Walter Seböck MSc, MBA, Leiter Zentrum für Praxisorientierte Informatik, Donau-Universität Krems

  • Robert Fitzthum, Geschäftsführer RF Management Consulting

  • Ing. Alexander Wozak, Fachbereichsleiter IT, Manpower GmbH

  • Martin Marcher, Student und Mitglied der Fachschaft Informatik TU Wien

    Der Arbeitsmarkt für IT-Experten ist 2005 gekippt, darin sind sich die Experten einig. Die Nachfrage nach Software-Entwicklern, Projektmanagern und IT-Leitern ist zum Vorjahr um über 70% gestiegen, bemerkte Consulter Robert Fitzthum, jene nach SAP- und Netzwerk-Spezialisten immer noch um mehr als 20%. Personaldienstleister Alexander Wozak erwartet, dass dieser Trend auch 2007 anhält: "Die Auftragsbücher sind voll, aber die Bewerber passen nicht zu den Stellenprofilen. Mit Crashkursen ist daran nichts zu ändern. Gefragt sind langfristig-fundierte Ausbildungen."

    Johannes Kopf verwies auf die guten Erfolge, die das AMS bis 2003 im niedrig qualifizierten IT-Bereich mit Umschulungen für Quereinsteiger gemacht hatte. Bis heute sind einfache Annwenderkurse in der überwiegenden Mehrzahl. "Jeder Lagerarbeiter muss schließlich mit der gängigen Lagersoftware arbeiten können." Für hoch qualifizierte Ausbildungen ist das AMS nicht zuständig: "Wir können ja auch keinen Pilotenschein finanzieren." Allerdings: Bereits 25% der Kurse im gehobenen Bereich werden finanziert. Hier ist man sogar offen für Trainingsanbieter aus dem freien Markt. Auch bei Einstellungszusagen bei Erwerb einer Zusatzqualifikation werden Kurse meist bewilligt.

    Studentenvertreter Martin Marcher wünschte sich IT-Expertise auch von den AMS-Beratern: "Nicht das Bezahlen der Kurse ist das Problem, sondern dass die Berater nicht vom Fach sind. Sie können nicht wissen, wovon wir reden." Generell herrscht offener Konkurrenzkampf zwischen FHs und Universitäten. "FHs haben private Sponsoren und die Vortragenden kommen selbst aus der Branche. Oft holen sie sich ihre Studenten gleich ins eigene Unternehmen." Für ihn sind auf der Universität die Vortragenden zwar fachlich top, es fehlt ihnen jedoch der Praxisbezug. "Das ist wie Trockenschwimmen. Es geht an der Praxis vorbei."

    Walter Seböck stellte daraufhin klar, dass seine Donau-Universität eine Weiterbildungs- und keine Ausbildungsstätte ist. "IT ist ein Handwerk, das ich lerne und ein Leben lang immer weiter aufbaue. Ein IT´ler darf niemals stillstehen." Vielen Geschäftsführern ist nicht bewusst, dass ihre interne IT die tragende Säule in der Wertschöpfungskette ist: "Ohne IT würden heute alle Unternehmen zusammenbrechen."

    Neben der fachlichen Ausbildung wurde von den Diskutanten auch entsprechende Persönlichkeitsbildung eingefordert. IT ist eine Dienstleistung und muss auch intern als solche verkauft werden. Robert Fitzthum: "Künftige IT´ler müssen schon in der Schule auch Soft Skills wie Kommunikation, Konfliktmanagement und Rhetorik lernen. Es kommt nicht auf einen technischen Kurs mehr oder weniger an." Alexander Wozak pflichtete bei: "IT´ler sitzen heute nicht mehr versteckt im Serverkammerl. Auch sie haben mit Kunden zu tun. Daher müssen sie dasselbe Auftreten haben wie jeder andere Unternehmensrepräsentant."

    Es mangelt jedoch an Rollenvorbildern. Junge Leute interessieren sich immer weniger für technische Berufe, die entsprechenden Ausbildungsstätten voll zu bekommen wird immer schwieriger. Eine Wortmeldung aus dem Publikum: "Die Jugendlichen werden im Zuge ihres Sozialisierungsprozesses nicht mit Helden aus technischen Bereichen konfrontiert. Das Fernsehen liefert Ärzte, Manager, sogar Hausfrauen als Rollenmodelle - aber keine Techniker." Fazit: McGyver muss wieder her!

    Manpower Pressestelle:
    Mag. Andrea Lehky, 1010 Wien, Schottenring 12, T: 01 516 76-120, F: -199, E: andrea.lehky@manpower.at

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