Forvis Mazars in Austria veröffentlicht CEE Tax Guide 2026
Steigende Steuerbelastung und neue Compliance-Anforderungen prägen die Region
Wien (pts009/08.06.2026/10:00)
Forvis Mazars in Austria hat den aktuellen "Central and Eastern European Tax Guide 2026" veröffentlicht. Die jährlich erscheinende Studie bietet einen umfassenden Überblick über die steuerlichen Rahmenbedingungen und Einblicke in die Entwicklung von Personalkosten in 25 Ländern in Zentral- und Osteuropa sowie Zentralasien und dient als wichtige Entscheidungsgrundlage für international tätige Unternehmen und Investor:innen. Die aktuelle Ausgabe zeigt deutliche Veränderungen im steuerlichen Umfeld: Steigende Steuersätze, zunehmende Digitalisierung der Steuerprozesse und die Umsetzung globaler Mindestbesteuerungsregeln prägen das Jahr 2026.
Im Überblick:
- CEE Tax Guide 2026 analysiert Steuersysteme in 25 Ländern und zeigt steigende Steuerbelastung in der Region.
- Digitalisierung (E‑Invoicing, Echtzeit-Reporting) wird zum Standard und erhöht die Anforderungen an Unternehmen.
- Globale Mindestbesteuerung (Pillar II) tritt in die Umsetzungsphase und verändert die internationale Steuerplanung.
- Österreich bleibt ein stabiler, aber kostenintensiver Standort im europäischen Vergleich.
Steuerliche Rahmenbedingungen im Wandel
Nach mehreren Jahren relativer Stabilität zeichnet sich in zahlreichen Ländern eine Trendwende hin zu höheren Steuerbelastungen ab. Insbesondere bei der Umsatzsteuer sowie – in einigen Ländern – bei der Einkommensteuer wurden Anpassungen vorgenommen.
Parallel dazu schreitet die Digitalisierung der Steuerverwaltung in der gesamten Region stark voran. Verpflichtende Systeme wie E-Invoicing, elektronische Meldungen und Datenreporting in Echtzeit sind mittlerweile in vielen Ländern implementiert oder in Umsetzung. Unternehmen sehen sich dadurch mit deutlich steigenden administrativen Anforderungen konfrontiert.
"Wir sehen aktuell eine klare Verschiebung: Steuerliche Rahmenbedingungen verändern sich nicht nur inhaltlich, sondern auch strukturell. Die zunehmende Digitalisierung erfordert von Unternehmen deutlich effizientere Prozesse und mehr Transparenz in der Steuerfunktion", sagt Florian Würth, Partner bei Forvis Mazars in Austria.
Pillar II: Globale Mindestbesteuerung wird operative Realität
Ein weiterer zentraler Fokus des Tax Guide liegt auf der Umsetzung der OECD-Initiative zur globalen Mindestbesteuerung ("Pillar II"). 2026 markiert einen entscheidenden Schritt, da erstmals Steuererklärungen unter dem neuen Regelwerk abzugeben sind. Dies führt zu einer grundlegenden Veränderung insbesondere für größere, grenzüberschreitend tätige Unternehmensgruppen, die in Niedrigsteuerländern aktiv sind. Unabhängig von allfälligen Zusatzsteuern sind alle von der globalen Mindestbesteuerung betroffenen Unternehmen mit sehr großem administrativem Aufwand konfrontiert.
"Mit der Umsetzung von Pillar II wird das steuerliche Umfeld für internationale Unternehmen deutlich komplexer. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Konsistenz, Dokumentation und internationale Abstimmung", so Würth.
Große Unterschiede innerhalb der Region
Der Vergleich der Länder zeigt weiterhin erhebliche Unterschiede bei Steuerbelastung und Arbeitskosten:
- Die Gesamtbelastung auf Arbeit bleibt in vielen Ländern hoch
- "Flat tax"-Systeme stehen progressiven Systemen gegenüber
- Löhne und Gehälter steigen generell, jedoch in den Ländern unterschiedlich
Diese Unterschiede unterstreichen die Bedeutung einer differenzierten Standortanalyse im internationalen Kontext.
Österreich im Vergleich: stabil, aber kostenintensiv
Der CEE Tax Guide bestätigt Österreichs Position als wirtschaftlich stabiler, aber steuerlich hochbelasteter Standort:
- Progressiver Einkommensteuertarif mit Spitzensteuersätzen bis 55 %
- Hohe Lohnnebenkosten in Höhe von rund 30 %
- Körperschaftsteuer in Höhe von 23 %
- Umsatzsteuer (Normalsteuersatz) in Höhe von 20 %
Gleichzeitig punktet Österreich durch Rechtssicherheit, Stabilität, qualifizierte Arbeitskräfte und eine gut ausgebaute Infrastruktur.
"Österreich bleibt ein verlässlicher Standort mit hoher Qualität. Gleichzeitig zeigt der Vergleich, dass Unternehmen Steuerbelastung und administrative Anforderungen zunehmend ganzheitlich betrachten müssen – insbesondere im internationalen Kontext", ergänzt Peter Wundsam, Partner und Mitglied des Management Boards bei Forvis Mazars in Austria.
Steuerstrategien werden internationaler und umfassender
Die Ergebnisse des CEE Tax Guide 2026 zeigen, dass steuerliche Faktoren weiterhin eine zentrale Rolle bei Investitionsentscheidungen spielen. Neben klassischen Steuerkennzahlen gewinnen zusätzliche Aspekte an Bedeutung:
- Komplexität und Digitalisierungsgrad der Steuerverwaltung
- Verfügbarkeit von steuerlichen Anreizen
- Stabilität und Planbarkeit des steuerlichen Umfelds
- Internationale Vorgaben wie Pillar II
Unternehmen sind daher gefordert, bei der strategischen Planung ihrer länderübergreifenden Aktivitäten steuerliche Aspekte intensiver zu berücksichtigen.
Über den CEE Tax Guide 2026
Der "Central and Eastern European Tax Guide 2026" ist die vierzehnte Ausgabe der Studie von Forvis Mazars und umfasst 25 Länder in Zentral- und Osteuropa sowie Zentralasien. Die Publikation bietet fundierte Einblicke in die zentralen Steuerarten sowie aktuelle Entwicklungen im internationalen Steuerumfeld. Weitere Informationen und den gesamten CEE Tax Guide 2026 zum Download finden Sie hier.
Forvis Mazars in Austria
Forvis Mazars ist eine der größten Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungskanzleien in Österreich mit Standorten in Wien und Krems. Rechtliche Leistungen werden unter der Marke "Forvis Mazars Legal in Austria" durch die unabhängige Kanzlei Starlinger Mayer Rechtsanwält:innen GmbH erbracht. Das Unternehmen wächst stetig und hat derzeit sechzehn Partner:innen sowie mehr als 250 Mitarbeitende. Forvis Mazars in Österreich ist Teil einer internationalen Partnerschaft mit über 40.000 Mitarbeitenden in mehr als 100 Ländern. Damit ist die Kanzlei ein leistungsstarker Partner für Unternehmen unterschiedlichster Größe und Branchenzugehörigkeit. Als Mitglied der Science Based Targets initiative (SBTi) und des Global Compact der Vereinten Nationen verfolgt Forvis Mazars klare Ziele in den Bereichen Nachhaltigkeit, Verantwortung und Unternehmensführung.
Download des gesamten CEE Tax Guides 2026: www.forvismazars.com/at/de/insights/aktuelle-themen-pressemitteilungen/cee-tax-guide-2026
Weitere Informationen zum Unternehmen
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