Forvis Mazars C-Suite Mid-Year Insights 2026
Diversifizierung ist die entscheidende Voraussetzung für Wachstum
Wien (pts008/15.06.2026/10:00)
Die internationale Prüfungs-, Steuer- und Beratungspartnerschaft Forvis Mazars veröffentlicht neue Erkenntnisse aus ihrem jährlichen C‑Suite Barometer und nimmt damit sechs Monate nach dem initialen Ausblick für 2026 erneut die Einschätzung von Führungskräften und ihren Unternehmen auf. Basierend auf der globalen Umfrage zeigen die Mid-Year Insights, dass Diversifizierung über alle Branchen und Regionen hinweg zur entscheidenden Strategie für Führungskräfte geworden ist – von operativen Abläufen über Geschäftsmodelle und Expansionspläne bis hin zu Finanzierung und Produkt- bzw. Serviceangeboten. Zudem zeigen die Ergebnisse, dass Unternehmen ihre Ressourcen zunehmend diversifizieren, um auf weltpolitische Entwicklungen zu reagieren, Investitionen neu ausrichten und ihre Zielmärkte anpassen.
Die Befragung von mehr als 1.000 Führungskräften in 18 Ländern und Regionen zeigt folgende zentrale Entwicklungen:
- Das globale Paradoxon hat sich verschärft: Die Wachstumsambitionen bleiben mit 92 % hoch und die Marktbedingungen werden weiterhin als positiv eingeschätzt. Gleichzeitig hat sich das Vertrauen deutlich abgeschwächt, da steigende Energiekosten, Risiken in der Lieferkette und geopolitische Instabilität das Umfeld schwerer kontrollierbar machen.
- Veränderung der wichtigsten Einflussfaktoren: Wirtschaftliche Faktoren (40 %, +2 Prozentpunkte) sind nun der wichtigste Trend und verdrängen Künstliche Intelligenz (37 %, –3 Prozentpunkte) vom ersten Platz. Energiepreise bzw. Energieknappheit steigen um 12 Prozentpunkte und zählen nun ebenfalls zu den Top drei (37 %). Damit übertreffen sie den Wettbewerb (26 %, –5 Prozentpunkte).
- Kapital und Investitionen werden neu ausgerichtet: Viele Unternehmen erhöhen weiterhin ihre Investitionen, jedoch mit leichten Rückgängen in allen Bereichen. Kapital wird von bisherigen Schwerpunkten wie Qualifizierung, Talentgewinnung sowie neuen Produkten und Dienstleistungen abgezogen und umverteilt. Einzig das Supply-Chain-Management gewinnt an Priorität.
- Operative Ausrichtung und Handelsbeziehungen verändern Expansionspläne: Führungskräfte passen ihre Expansionsstrategien an, um operative Anforderungen und Handelsbeziehungen besser zu unterstützen. Die wichtigsten Zielregionen sind Greater China, Lateinamerika sowie Australien/Asien-Pazifik.
- KI erreicht die Phase messbarer Ergebnisse – vom Vorhaben zur Wirkung: Unternehmen erzielen zunehmend konkrete Renditen aus KI-Investitionen. Mehr als 60 % erreichen bis zu 10 % Rendite, rund ein Fünftel erzielt sogar mehr als 20 %.
Weitere Informationen zu den Ergebnissen finden Sie unter: https://www.forvismazars.com/at/de/insights/aktuelle-themen-pressemitteilungen/c-suite-barometer-mid-year-pulse-2026
"Diversifizierung rückt zunehmend ins Zentrum unternehmerischer Strategien. Die entscheidende Frage ist heute nicht mehr, ob Unternehmen diversifizieren sollten, sondern wie sie unterschiedliche Märkte, Lieferketten, Kapitalstrukturen und Technologien gezielt miteinander verbinden. Ziel ist es, Resilienz aufzubauen, ohne die Komplexität unnötig zu erhöhen. Dabei kommt es darauf an, strategische Klarheit mit Flexibilität zu verbinden und gleichzeitig Tempo und Kontrolle im Gleichgewicht zu halten – insbesondere angesichts der wachsenden Bedeutung von Künstlicher Intelligenz als Wettbewerbsfaktor", kommentiert Peter Wundsam, Managing Partner bei Forvis Mazars in Austria.
Die Daten zeigen, dass der Optimismus für zukünftiges Wachstum weiterhin hoch bleibt: 92 % der Führungskräfte sind zuversichtlich und halten damit das Niveau aus 2025. Drei Viertel bewerten zudem die Marktbedingungen weiterhin positiv – sowohl national (78 %) als auch international (73 %). Gleichzeitig hat die globale Unsicherheit zu einem deutlichen Rückgang des Vertrauens in die Steuerbarkeit externer Entwicklungen geführt (35 % gegenüber 43 % sechs Monate zuvor – der niedrigste Wert seit dem Höhepunkt der Pandemie im Jahr 2021). Innerhalb von sechs Monaten sind wirtschaftliche Faktoren wie Inflation wieder zum wichtigsten Einflussfaktor geworden (40 %) und überholen damit die Künstliche Intelligenz (37 %), während Energiepreise und -knappheit wieder zu den drei wichtigsten Themen zählen (37 %). Erstmals zählen auch Lieferkettenprobleme zu den Top fünf (27 %).
Kapital und Investitionen werden neu positioniert, um wirtschaftliche Folgewirkungen abzufedern
Viele Unternehmen erhöhen weiterhin ihre Investitionen, richten diese jedoch stärker auf kurzfristige Stabilität aus. Mittel werden von langfristigen Themen wie Talententwicklung, Nachhaltigkeit und Markenaufbau hin zum Supply-Chain-Management verschoben. Auch Wachstumsstrategien werden pragmatischer: Strategische Allianzen und Joint Ventures (50 %) liegen knapp vor Private Equity (44 %) als bevorzugte Finanzierungs- und Wachstumswege. Dies zeigt den Bedarf nach Flexibilität, Risikoteilung und Zugang zu Kompetenzen. Zudem haben über die Hälfte der Führungskräfte ihre Ressourcen in den vergangenen sechs Monaten als Reaktion auf geopolitische Entwicklungen diversifiziert. Gleichzeitig geben 54 % der Unternehmen gestiegene Kosten an Kund:innen weiter, während 46 % diese teilweise oder vollständig selbst tragen.
Operative Strategien und Handelsbeziehungen werden neu ausgerichtet
Unternehmen passen ihre operativen Maßnahmen und internationalen Handelsbeziehungen an. Während Expansionspläne grundsätzlich bestehen bleiben, liegt der Fokus stärker auf Diversifizierung der Zielmärkte. Viele Unternehmen konzentrieren sich auf nahegelegene Märkte innerhalb ihrer Region, während gleichzeitig Greater China, Lateinamerika sowie Australien/Asien-Pazifik als wichtige Wachstumsregionen identifiziert werden. Zentral- und Osteuropa bleibt eine attraktive Region für internationale Expansion.
Künstliche Intelligenz zeigt konkrete wirtschaftliche Effekte
Mehr als 60 % der Unternehmen erzielen bereits Renditen von bis zu 10 % aus ihren KI-Investitionen, während rund 20 % sogar Produktivitätssteigerungen von über 20 % verzeichnen. Der Fokus verschiebt sich von internen Implementierungsmaßnahmen hin zu messbaren externen Effekten wie Produktivität und Kundenzufriedenheit.
"Wachstum ist auch im aktuellen Umfeld weiterhin möglich – allerdings sind die Rahmenbedingungen deutlich anspruchsvoller geworden. Entscheidend ist, wie gezielt Unternehmen ihre Strategien in einem komplexen und volatilen Umfeld steuern. Anstelle eines einzelnen Erfolgsmodells setzen immer mehr Unternehmen auf eine bewusste Diversifizierung ihrer Ansätze, um flexibel auf Unsicherheiten reagieren zu können", ergänzt Wundsam abschließend.
Über C-Suite-Barometer: Mid-Year Pulse 2026
Die Mid-Year-Ausgabe des C‑Suite Barometers 2026 basiert auf einer globalen Umfrage unter mehr als 1.000 Führungskräften aus gewinnorientierten Unternehmen mit einem Jahresumsatz von über 1 Million US‑Dollar in 18 Ländern. Die Studie wurde im April und Mai 2026 durchgeführt.
Forvis Mazars in Austria
Forvis Mazars ist eine der größten Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungskanzleien in Österreich mit Standorten in Wien und Krems. Rechtliche Leistungen werden unter der Marke "Forvis Mazars Legal in Austria" durch die unabhängige Kanzlei Starlinger Mayer Rechtsanwält:innen GmbH erbracht. Das Unternehmen wächst stetig und hat derzeit sechzehn Partner:innen sowie mehr als 250 Mitarbeitende. Forvis Mazars in Österreich ist Teil einer internationalen Partnerschaft mit über 40.000 Mitarbeitenden in mehr als 100 Ländern. Damit ist die Kanzlei ein leistungsstarker Partner für Unternehmen unterschiedlichster Größe und Branchenzugehörigkeit. Als Mitglied der Science Based Targets initiative (SBTi) und des Global Compact der Vereinten Nationen verfolgt Forvis Mazars klare Ziele in den Bereichen Nachhaltigkeit, Verantwortung und Unternehmensführung.
C-Suite Barometer Ausblick 2026 & Mid-Year Pulse
https://www.forvismazars.com/at/de/insights/aktuelle-themen-pressemitteilungen/c-suite-barometer-mid-year-pulse-2026
https://www.forvismazars.com/at/de/insights/aktuelle-themen-pressemitteilungen/c-suite-barometer-ausblick-2026
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