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pte20220707003 Medizin/Wellness, Forschung/Entwicklung

Familienstand lebenswichtig bei frühem Magenkrebs

Veheiratete Patienten und speziell Frauen haben die besten Chancen auf hohes Alter


Magenkrebs: Familienstand zu berücksichtigen (Foto: pixabay.com, Juilen Tromeur)
Magenkrebs: Familienstand zu berücksichtigen (Foto: pixabay.com, Juilen Tromeur)

Hefei (pte003/07.07.2022/06:10) -

Der Familienstand ist ein einflussreicher Faktor, um die Überlebensdauer bei Personen mit Magenkrebs im Frühstadium vorherzusagen. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie unter der Leitung des First Affiliated Hospital of Anhui Medical University http://ayfy.com gekommen. Laut den Forschern sollte der Familienstand zur Liste klinischer und persönlicher Variablen hinzugefügt werden, die Informationen darüber liefern, wie lange ein Patient nach der Diagnose wahrscheinlich noch leben wird. Die Forschungsergebnisse wurden im "Journal of Investigative Medicine" veröffentlicht.

Frühe Diagnose rettet Leben

Magenkrebs ist die fünfthäufigste Krebsart und weltweit dritthäufigste Krebs-Todesursache. 2018 kam es zu über einer Million neuer Erkrankungen und 780.000 Todesfällen. Eine frühe Diagnose verbessert die Überlebenschancen entscheidend. Die prognostische Bedeutung des Familienstands wurde bei Krebserkrankungen der Leber und der Lunge bereits anerkannt. Er ist jedoch nicht in der Liste der beeinflussenden Faktoren bei Magenkrebs im frühen Stadium enthalten. Die Forscher wollten daher herausfinden, ob der Familienstand bei dieser Krebsart ebenfalls bei der Vorhersage der langfristigen Ergebnisse von Bedeutung sein kann. Sie nutzten klinische Informationen der Surveillance, Epidemiology, and End Results (SEER)-Datenbank von 3.647 Patienten. Diese verzeichneten zwischen 2010 und 2015 eine frühe Erkrankung an Magenkrebs. In diesem Fall hat sich der Krebs noch nicht über den Magen hinaus in andere Bereiche des Körpers ausgebreitet.

Die Teilnehmer wurden nach dem Zufallsprinzip in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe umfasste 2.719 Personen, um ein Nomogramm zu erstellen. Dabei handelt es sich um ein mathematisches Modell das die Zusammenhänge zwischen verschiedenen Variablen zeigt. Die zweite Gruppe bestand aus 928 Personen, um das Modell zu validieren. Als Variablen berücksichtigten die Forscher unter anderem das Alter zum Zeitpunkt der Diagnose, Rasse, Geschlecht, Position des Tumors, molekulare Ergebnisse (Histologie), das Erscheinungsbild der Krebszellen, die Verbreitung auf die Lymphknoten und deren Entfernung, Chemo- und Strahlentherapien sowie Tumorgröße, Krankenversicherung und Familienstand.

Verwitwete im Nachteil

Die Forscher wollten wissen, welche Faktoren zuverlässig die Zeit von der Diagnose bis zum Tod aufgrund jeder Ursache vorhersagen. Insgesamt waren 1.957 Teilnehmer verheiratet, 274 geschieden, 41 getrennt, 630 verwitwet und 512 Single. Bei 233 Personen war der Familienstand nicht bekannt. Im Ergebnis waren die Überlebenschancen bei Frauen und verheirateten Personen besser. In der Trainingsgruppe verfügten Verheiratete mit einer Wahrscheinlichkeit von 72 Prozent über die beste Prognose, gefolgt von Singles. Verwitwete Personen schnitten mit 60 Prozent am schlechtesten ab. Als das Geschlecht berücksichtigt wurde, hatten mit 69 Prozent verheiratete Männer und verheiratete Frauen mit 76 Prozent die besten Überlebenschancen. Witwer (51 Prozent) und Witwen (61) Prozent verfügten über deutlich geringere Werte. Die Überlebenschancen waren jedoch bei geschiedenen Frauen deutlich besser als bei geschiedenen Männern.

Die weitere Analyse ergab, dass das Alter zum Zeitpunkt der Diagnose, das Geschlecht, molekulare Ergebnisse, das Stadium der Krankheit, die Tumorgröße und der Familienstand voneinander unabhängige prognostische Faktoren waren. Basierend auf diesen Daten, erstellten die Forscher ein Nomogramm, um das Überleben nach drei und fünf Jahren vorherzusagen. Dabei wurde jede Variable von null bis 100 in Hinblick auf ihren Beitrag zum Überleben bewertet. Damit wurden die Probanden einem hohen oder geringen Risiko eines Wiederauftretens der Krankheit oder eines Todes zugeordnet.

Tumorgröße entscheidend

Das Nonogramm sagte das Überleben zuverlässig voraus und unterschied zwischen hohem oder niedrigem Risiko einer erneuten Erkrankung oder des Todes. Der C-Index lag bei 0.791. Ein Wert über 0,7 wird allgemein als gut angesehen. Die Tumorgröße erwies sich als größter beitragender Faktor für das Risiko des Todes oder einer erneuten Erkrankung. Dies ist laut den Wissenschaftlern nicht überraschend, da ein größerer Tumor aggressiver sei. Ein kaum sichtbarer Tumor wächst hingegen nur langsam. Auch Chemotherapien können speziell bei Frauen mit Speiseröhren- und Magenkrebs lebensverlängernd wirken (pressetext berichtete: http://pte.com/news/20190531001 ).

(Ende)
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