Evrotrust, Shufti und sproof starten integrierten End-to-End-Workflow für digitale Signaturen und KYC
QES als neuer Standard für KYC
Berlin/Salzburg (pts014/04.08.2026/09:30)
Durch die Verbindung von Shuftis Identitätsprüfung, Evrotrusts qualifizierten Vertrauensdiensten und sproofs Signatur-Orchestrierung entsteht ein durchgängiger Workflow für KYC und digitale Signaturen, der Unternehmen bei regulatorischen Anforderungen und einer nahtlosen Nutzerführung unterstützt. Evrotrust hat gemeinsam mit Shufti und sproof einen integrierten End-to-End-Workflow für KYC und digitale Signaturen entwickelt. Die drei Partner verbinden Identitätsprüfung, qualifizierte Vertrauensdienste und Signatur-Orchestrierung in einem Prozess, der sich besonders für digitale Onboarding- und Signing-Szenarien in regulierten Umfeldern eignet.
Im Zentrum der Partnerschaft steht ein durchgängiger Prozess, der Unternehmen eine konsistente Verbindung von Identitätsprüfung, qualifizierter elektronischer Signatur und technischer Integration bietet. Damit adressieren Evrotrust, Shufti und sproof vor allem die Anforderungen von Organisationen, die digitale Abschlüsse rechtskonform und mit möglichst wenig Reibung in der Nutzerführung umsetzen wollen.
Evrotrust stellt die regulierte Vertrauensinfrastruktur bereit, die geprüfte Identitäten mit qualifizierten Zertifikaten und qualifizierten elektronischen Signaturen verknüpft. Plattformen können damit rechtsgültige digitale Signaturen einführen, ohne selbst eine qualifizierte Vertrauensinfrastruktur aufzubauen. Die ausgestellten Zertifikate sind in PAdES-LTV-Dateien mit Langzeitvalidierung eingebettet. Das schafft die Beständigkeit, die für AMLR-konforme und auditfähige Onboarding-Prozesse erforderlich ist. Signaturen bleiben langfristig nachweisbar und sind in allen 27 EU-Mitgliedstaaten sowie im EWR nach Artikel 25 der eIDAS-Verordnung rechtsgültig. Die Nachweisbarkeit reicht bis zu zehn Jahre.
Der Prozess im Detail
Der dokumentenbasierte Prozess startet in sproof, wo auch die Steuerung des gesamten Workflows erfolgt. Der gemeinsame Workflow folgt dann drei Schritten. Zunächst prüft Shufti die Identität des Unterzeichners. Dafür kommen notifizierte eIDs, Dokumenten- und biometrische Prüfungen oder ein NFC- gestützter Ausweis-Scan zum Einsatz. Der Vorgang dauert laut Unternehmen rund zwölf Sekunden. Die biometrische Erkennungsgenauigkeit liegt bei 99,7 Prozent. Die verwendete Liveness Detection ist nach iBeta ISO/IEC 30107-3 Level 3 zertifiziert.
Anschließend übermittelt Shufti an Evrotrust ausschließlich einen kryptografischen Hash des Signiervorgangs. Das zugrunde liegende Dokument wird dabei zu keinem Zeitpunkt übertragen. Evrotrust stellt daraufhin das qualifizierte Zertifikat aus und erbringt die für die QES (qualifiziert elektronische Signatur) erforderlichen Vertrauensdienste. sproof schließt den Prozess ab und signiert das Dokument, innerhalb derselben Sitzung. Für Unterzeichner, die eine einmalige QES nutzen, gilt: Das Zertifikat ist auf genau diese Signiersitzung beschränkt. Es wird unmittelbar ausgestellt, eingesetzt und danach nicht gespeichert oder erneut verwendet. An der rechtlichen Wirkung der Signatur ändert das nichts.
sproof hat seine Signatur-Orchestrierung vollständig auf dieser gemeinsamen Identitäts- und Vertrauensschicht aufgebaut. Für Unternehmenskunden bedeutet das einen Prozess, der nicht daran scheitert, dass Unterzeichner kein qualifiziertes Zertifikat besitzen. Der gesamte Ablauf bleibt in einer Sitzung. sproof betreibt seine Plattform ausschließlich auf europäischer Server- Infrastruktur. Damit entfällt eine Abhängigkeit von US-Anbietern. Dieser Ansatz reduziert auch Risiken durch ausländische Datenzugriffsgesetze wie den US Cloud Act. Die EU-gehostete Umgebung greift bereits bei der Identitätsprüfung durch Shufti.
"Europa bewegt sich von isolierten Identitätsprüfungen hin zu wiederverwendbarer, regulierter digitaler Vertrauensinfrastruktur. Die Rolle von Evrotrust besteht darin, die qualifizierte Vertrauensinfrastruktur bereitzustellen, die aus einer geprüften Identität eine rechtlich wirksame digitale Transaktion macht. Gemeinsam mit Shufti und sproof zeigen wir, wie qualifizierte Vertrauensdienste direkt in die Customer Journey integriert werden können: sicher, nahtlos und skalierbar", sagt Dr. Heinrich Grave, Managing Director DACH bei Evrotrust.
"Die EU-Anti-Geldwäscheverordnung macht qualifizierte Identitäten zum neuen Maßstab für digitales Onboarding. In der Partnerschaft mit Shufti Pro und Evrotrust verbindet sproof regulatorische Anforderungen mit hoher Nutzerfreundlichkeit. Unternehmen können künftige gesetzliche Anforderungen bereits heute erfüllen, ohne Konversionsverluste durch fragmentierte Prozesse", sagt Dr. Fabian Knirsch, CEO & Co-Founder bei sproof.
"Für uns war die Identitätsprüfung nie das eigentliche Ziel, sondern die Grundlage für alles, was darauf aufbaut. Mit AMLR und eIDAS 2.0 verändert sich der digitale Vertrauensraum spürbar. Deshalb haben wir gemeinsam mit Evrotrust einen durchgängigen Prozess von der Identitätsprüfung bis zur qualifizierten elektronischen Signatur aufgebaut. Beides läuft in einer einzigen Onboarding-Strecke zusammen. Dass sproof seine Orchestrierung genau auf dieser Basis entwickelt, entspricht dem, wofür Shufti von Anfang an konzipiert wurde. Die Partnerschaft zeigt, wie Shufti Innovation versteht: nicht nur über das, was das Unternehmen selbst entwickelt, sondern auch über die Wirkung und die Möglichkeiten, die daraus für Partner entstehen", sagt Shahid Hanif, CEO von Shufti.
Über sproof GmbH
Die sproof GmbH mit Sitz in Salzburg und Wien ist die europäische Expertin für digitale Signaturlösungen und Identitätsprüfungen. Mit einer modularen Plattform vereint sproof beide Prozesse in einem nahtlosen, rechtskonformen Workflow. Das Ziel: Unternehmen in Europa dabei zu unterstützen, ihre Vertrags- und Onboarding-Prozesse vollständig zu digitalisieren – mit maximalem Vertrauen, eIDAS-Konformität, strengem Datenschutz und einem klaren Fokus auf europäische digitale Souveränität. www.sproof.com
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