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pts20140605013 Politik/Recht, Auto/Verkehr

EU-Verkehrsminister gegen Grenzfahrten mit Riesen-Lkw

Sicherheitsverbesserungen statt Gigaliner


Berlin/Luxemburg (pts013/05.06.2014/12:00) - In Europa bleiben grenzüberschreitende Fahrten mit Riesen-Lkw verboten. Dies haben die EU-Verkehrsminister in einem gemeinsamen Beschluss am heutigen Donnerstag in Luxemburg festgelegt. Damit folgt der Ministerrat der Entscheidung des Europäischen Parlaments, das der von der EU-Kommission vorgeschlagenen Freigabe von Grenzfahrten mit übergroßen Lastwagen bereits zuvor eine Absage erteilt hatte.

"Wir sind erleichtert über die Entscheidung der europäischen Verkehrsminister", sagte der Koordinator des EU-weiten Bündnisses "No Mega Trucks", Martin Roggermann, am Donnerstag in Berlin. "Wären grenzüberschreitende Fahrten freigegeben worden, dann hätten Riesen-Lkw in vielen Ländern Europas Einzug gehalten."

Zugestimmt haben die Minister dagegen dem Vorschlag, die Sicherheit und Aerodynamik beim Lkw zu verbessern - ohne dabei den Laderaum zu vergrößern. Roggermann wies darauf hin, dass Europa damit einen anderen Weg eingeschlagen habe als Deutschland mit seinem umstrittenen Riesen-Lkw-Test. "Immer größere und schwerere Lkw passen nicht mehr in unsere Zeit. Die EU setzt auf bessere Sicherheit und Aerodynamik statt auf Gigaliner." Von der Bundesregierung forderte er, den laufenden Feldversuch rasch zu beenden.

Kritiker der überdimensionierten Lastwagen bemängeln am Konzept Riesen-Lkw wettbewerbsverzerrende Kostenvorteile zugunsten des Straßengüterverkehrs. Die Folge wäre, dass Transporte von umweltfreundlichen Verkehrsträgern wie Güterbahn oder Binnenschiff zurück auf die Straße verlagert werden - mit allen negativen Konsequenzen für Verkehrssicherheit, Umwelt und die öffentlichen Kassen.



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