Emissionshandel effektiver als CO2-Steuern
Forscher haben Daten zwischen 2000 und 2020 analysiert - Verstärkter Umstieg auf Erneuerbare
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Schornstein: Emissionshandel ist besser für das Kima (Foto: Quartzla, pixabay.com) |
Singapur/Washington (pte002/18.03.2026/06:05)
Der Emissionshandel ist in Bezug auf die CO2-Reduktion wirksamer ist als CO2-Steuern. Zu dem Schluss kommt ein Team um Ru Hong von der Nanyang Business School der Nanyang Technological University und Jennie Bai von der Georgetown University. Zusamnmen haben sie Zahlen der 100 größten Volkswirtschaften aus den Jahren 2000 bis 2020 untersucht.
Rückgang bei fossilen Brennstoffen
Anhand dieser Emissionsdaten haben die Forscher nachgewiesen, dass die CO2-Emissionen in Ländern, die auf den Emissionshandel umgestellt hatten, erheblich zurückgingen - im Durchschnitt um 18 Prozent. Auch haben die Wissenschaftler einen Rückgang des Verbrauchs von fossilen Brennstoffen wie Kohle und Erdöl um fast 24 Prozent festgestellt, während der Einsatz erneuerbarer Energien im Schnitt um fast 62 Prozent zunahm.
Im Gegensatz dazu waren die Auswirkungen von CO2-Steuern weniger eindeutig. Zwar wurde ein gewisser Rückgang der CO2-Emissionen beobachtet, dieser trat jedoch bereits vor der Einführung der Steuern ein, was es schwierig macht, einen Kausalzusammenhang festzustellen. Darüber hinaus führten CO2-Steuern nicht zur wesentlichen Verlagerung hin zu erneuerbaren Energien. Das könnte daran liegen, dass die Steuern so niedrig waren, dass die Maßnahmen zur Emissionsminderung weitaus teurer gewesen wären, betont Hong.
Emissionshandel gewinnt das Rennen
Beim Emissionshandel kauft ein Unternehmen von einem anderen, das seine Emissionen leicht und preiswert senken kann, das Recht, genauso viel zu emittieren wie das andere eingespart hat. Beide machen einen Gewinn. Der Verkäufer bekommt im besten Fall mehr Geld als er für seine Sparmaßnahmen investiert hat, der Käufer kann sich teure Maßnahmen zur Emissionsminderung ersparen.
Global gesehen wird so eine Emissionsminderung mit weniger finanziellem Aufwand erreicht, unterstreichen die Wissenschaftler. Seien Käufer und Verkäufer der Handelszertifikate im gleichen Land, könne dieses sich die Emissionsminderung auf seine Klimaziele anrechnen lassen, heißt es abschließend.
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