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FRüHERE MELDUNGEN

pte19980108005 in Business

Elektronische Nase soll menschliche "Schnüffler" ersetzen

Geruchsempfindliches Sensorsystem für breiten industriellen Einsatz entwickelt


Rostock (pte) (pte005/08.01.1998/13:40)

Die gelungene Nachahmung des menschlichen Sinnesapparates ist eine der größten Herausforderungen der Technik. Während akustische und optische Sensoren industriell bereits weit verbreitet sind, waren der Geschmack- und Geruchssinn lange ein Problem für die Wissenschaftler. Rostocker Experten haben jetzt eine elektronische Nase entwickelt, die in der Qualitätskontrolle und als Gefahrstoffdetektor zum Einsatz kommen soll.

Ursprünglich als Geruchsmelder für die russische Raumstation Mir konzipiert, soll die Entwicklung der RST Rostock Raumfahrt und Umweltschutz GmbH bald auch menschliche Probanden in der Lebensmittelkontrolle überflüssig machen. Im Prinzip, erklärt Projektleiter Wilfried Radow, funktioniere das Gerät ähnlich wie die menschliche Nase: "Es handelt sich dabei um ein Sensorsystem, das man mit unterschiedlich beschichteten Schwingquarzen bestücken kann. Jeder Quarz reagiert individuell auf die absorbierten Moleküle und verändert entsprechend seine Frequenz."

Anhand des chemischen Fingerabdrucks wird die Probe mit Referenzwerten aus einer Datenbank verglichen und identifiziert. "Das Gerät ist keine eierlegende Wollmilchsau. Jede Variante kann sechs bis maximal zehn verschiedene Substanzen erkennen", schränkt Radow ein. Gegenüber der menschlichen Nase hat der rund 50.000 Mark teure elektronische Riechkolben für Routineaufgaben dennoch unschätzbare Vorzüge: Er ermüdet nicht, sein Geruchsempfinden unterliegt keinen äußeren Einflüssen - und Schnupfen bekommt er auch nicht. [Quellen: Wolfgang Nitschke, Wilfried Radow] Siehe auch pte971217008 vom 17. Dezember 1997 (Ende)
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