pte19970906005 in Business
Elektronische Nase erkennt Gerüche
Erleichterung für die Lebensmittelproduktion
München (pte005/06.09.1997/18:33)
Ein einziges verdorbenes Ei oder ein Schuß saure Milch können das leckerste Gericht ungenießbar machen. Darum wird vor dem Kochen geprüft, ob die Zutaten frisch sind. Die sorgfältige und regelmäßige Kontrolle aller Ingredienzen ist auch in der Lebensmittelproduktion oberstes Gebot. Diese Prüfverfahren sind aufwendig und zeitintensiv. Oft vergehen Stunden, bis das Ergebnis endlich vorliegt.Schneller und einfacher arbeitet das miniaturisierte Ananlyse-Gerät Moragas, eine Entwicklung des Fraunhofer-Instituts für Biomedizinische Technik. Es kann anhand von Gerüchen die Art und Qualität von Lebensmitteln beurteilen. Das Gerät besteht aus mehreren Meßfühlern, den Sensoren, die Düfte erfassen und in elektronische Signale umwandeln. Durch die gezielte Auswahl von Sensoren ist es möglich, für jeden Geruch ein bestimmtes Signalmuster zu erhalten.
Sowohl der angenehme Duft frischer als auch der Gestank saurer Milch ergeben jeweils eine charakteristisches Signal. Mit Hilfe des Ananlysegeräts ist es nun möglich, anhand der verschiedenen Signalmuster die unterschiedlichen Gerüche und darüber hinaus zum Beispiel auch den Frischegrad der Milch zu identifizieren. So können innerhalb kürzester Zeit Rückschlüsse auf die Qualität der untersuchten Lebensmittel gezogen werden. Ist die Milch verdorben, schlägt das Gerät Alarm und die Produktion kann sofort gestoppt werden.
Noch eine weiteres Einsatzfeld wäre denkbar, z.B. als Detektoren in Kabelschächten um Kalbelbrände zu detektieren. Information: Dr. Patrick Keller, Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik IBMT, Ensheimer Straße 48, D-66386 St. Ingbert, Tel.: +49-6894-980-276, Fax: +49-6894-980-400, Email: keller@ibmt.fhg.de (Ende)
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