pte19971229003 in Business
Droht nun die Vogel-Grippe?
Übertragung von Mensch zu Mensch noch unklar
Wien (pte) (pte003/29.12.1997/19:54)
Bis dato ist ein gutes Dutzend Menschen in Hongkong an der sogenannten Vogel-Grippe erkrankt, vier der Infizierten sind bereits gestorben. Epidemiologen rechnen damit, daß sich der Erreger, ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H5N1, weiter ausbreitet. http://www.msnbc.com/news/128861.aspH5N1 wütete im Frühjahr diesen Jahres auf Geflügelfarmen in Hongkong und in China, viele Hühner erkrankten und starben. Für den Menschen schien zunächst keine große Gefahr zu bestehen, denn der Erreger brauchte stets Zwischenwirte wie Schweine, um Menschen zu infizieren. Die Schweine jedoch blieben gesund.
Offensichtlich hat sich die Übertragungsweise von H5N1 nun geändert. Amerikanische Untersuchungen legen eine direkte Übertragung auf den Menschen nahe http://cnn.com/HEALTH/9712/17/hk.flu.mystery/index.html, entweder durch Vogelkot oder durch Tröpfchen-Infektion. Eine Ansteckung durch das Essen von Geflügel wird vom Bonner Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin als unwahrscheinlich eingestuft. Ob die Viren von Mensch zu Mensch Übertragen werden können, ist noch unklar. http://www.bgvv.de/presse/1997/pr_97_33.htm
Der momentan hierzulande eingesetzte Grippe-Impfstoff bietet gegen H5N1 keinen Schutz. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat aber bereits mit der Herstellung eines Impfstoffes begonnen. Allerdings wird es noch mehrere Monate dauern, bis ein wirksames Vakzin verabreicht werden kann.
Noch ist nicht geklärt, ob der Erreger überhaupt von Mensch zu Mensch weitergegeben werden kann. Außerdem hilft das Arzneimittel Amantadin gegen Influenza-A-Infektionen des Virus-Stammes H5N. Trotzdem: Wer aus Hongkong oder China zurückkehrt und Grippe-Symptome verspürt, sollte sich sofort in ärztliche Behandlung begeben. (Ende)
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