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pte20191029018 Medizin/Wellness, Politik/Recht

Diabetes: Selbsthilfe-Dachorganisation als starke Stimme

"wir sind diabetes" soll politischen und gesellschaftlichen Forderungen mehr Gewicht verleihen


"wir sind diabetes"-Präsident A. Strasser (Foto: Nadine Bargad, fotodienst.at)

Wien (pte018/29.10.2019/12:30) - Für Betroffene mit gebündelter, starker Stimme sprechen - das ist Ziel von "wir sind diabetes" http://wirsinddiabetes.at , der neu gegründeten Dachorganisation der Diabetes Selbsthilfe Österreich, die heute, Dienstag, ihren ersten offiziellen Auftritt hatte. Einerseits soll die gemeinsame Stimme Forderungen an Politik und Gesundheitspartner, wie beispielsweise zum Thema Finanzierung, mehr Gewicht verleihen. Anderseits soll es auch helfen, dass die Öffentlichkeit den Ruf nach besserer Inklusion Betroffener, auch schon im Kindesalter, klarer vernimmt.

Gewicht für ein Massenproblem

Geschätzte sieben bis elf Prozent der Österreicher haben Diabetes. Wirklich genaue Zahlen liegen mangels geeigneter Erhebungen nicht vor, was vor knapp zwei Wochen schon der Rechnungshof in seinem Diabetesbericht kritisiert hat - nur einer von vielen Bereichen, in denen die neue starke Stimme für Verbesserungen eintreten will. "Hauptaufgabe von 'wir sind diabetes' wird es sein, die Anliegen der geschätzten 600.000 bis 800.000 Menschen mit Diabetes in Österreich zu vertreten, Defizite in der Gesundheitsversorgung dieser Menschen zu benennen und auf die Probleme und Benachteiligungen im Alltag hinzuweisen", sagt der Wundchirurg Adalbert Strasser, erster Präsident der Selbsthilfe-Dachorganisation.

Ein zentrales Anliegen ist die tatsächliche Umsetzung der im Auftrag des zuständigen Bundesministeriums erstellten Österreichischen Diabetes-Strategie aus dem Jahr 2017. Diese sei nämlich ein hervorragendes Papier, so Strasser. "Wir müssen das Rad nicht erfinden, wir müssen das Rad nur montieren", meint er. Die Strategie empfiehlt unter anderem Schritte zur verbesserten Früherkennung und Prävention sowie die Ausweitung und Weiterentwicklung des Diesease-Management-Programms "Therapie Aktiv" - zwei Bereiche, in denen der Rechnungshof und auch "wir sind diabetes" Nachholbedarf orten.

Ganz normales Leben für Patienten

Ein Anliegen, dem "wir sind diabetes" eine stärkere Stimme verleihen will, ist auch das Thema soziale Integration. "Die Stigmatisierung muss aufhören", betont Susanne Kaser, designierte Präsidentin der Österreichischen Diabetes Gesellschaft (ÖDG) http://oedg.at , die als Fachgesellschaft die Bündelung der Selbsthilfekräfte begrüßt. Kasers Forderung kann sich Angelika Heißl, Vize-Präsidentin von "wir sind diabetes", nur anschließen. Sie verweist auf Vorurteile, etwa, dass Diabetes nur vom Essen zu viel Kuchens komme, ebenso wie auf Ausgrenzung von Kindern beim Schulsport oder Schulveranstaltungen. "Wir sind Menschen wie du und ich", betont die selbst von Typ-1-Diabetes betroffene Molekolarbiologin.

Gerade Kinder, die von Diabetes betroffen sind, können beim Umgang damit und auf dem Weg dahin, ein möglichst glückliches, normales Leben zu führen, von unterstützenden Sommercamps, die Selbsthilfeorganisationen ausrichten, profitieren. Ein Problem ist dabei immer die Finanzierung, immerhin laufen mit einem Camp leicht Kosten im fünfstelligen Bereich auf. "Es ist recht und billig, sich das Modell der Selbsthilfe-Finanzierung aus Deutschland anzusehen", meint daher Strasser. Würden nach diesem Vorbild ein Euro pro Diabetiker zur Verfügung stehen, könnte das auch hierzulande Selbsthilfegruppen beispielsweise bei der Organistion von Kindercamps helfen.

Österreich europäischer Vorreiter

Eine Bündelung der Kräfte von Diabetes-Selbsthilfegruppen ist Strasser zufolge eine EU-weite Forderung. Mit "wir sind diabetes" sei Österreich hier nun ein Vorreiter. In der Dachorganisation haben sich die drei wichtigsten Diabetes-Selbsthilfevereine des Landes, die Österreichische Diabetikervereinigung (ÖDV) http://diabetes.or.at , die Aktiven Diabetiker Austria (ADA) http://aktive-diabetiker.at und der Verein DIABÄR http://diabaer.at zusammengeschlossen. Weiteres Gründungsmitglied ist die Internetplattform Diabetes Austria - Initiative Soforthilfe für Menschen http://diabetes-austria.com .

Fotos zur Pressekonferenz stehen unter http://fotodienst.pressetext.com/album/3733 als Download zur Verfügung.

(Ende)
Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Thomas Pichler
Tel.: +43-1-81140-314
E-Mail: pichler@pressetext.com
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