Daten gesichert – aber nicht wiederherstellbar
RecoveryLab beobachtet zunehmende Zugriffsprobleme trotz vorhandener Backups
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Moderne Speichermedien: Datenzugriff hängt von funktionierender Hardware ab (© RecoveryLab) |
Leipzig (pts018/09.01.2026/12:20)
Zu Beginn des Jahres 2026 zeigt sich in der täglichen Laborpraxis ein Muster, das sich durch unterschiedlichste Schadensfälle zieht: Daten gehen heute immer seltener verloren, weil keine Sicherung existiert – sondern weil vorhandene Backups im entscheidenden Moment keinen Zugriff mehr ermöglichen. Die Analyse zahlreicher Fälle im RecoveryLab verdeutlicht, dass klassische Sicherungskonzepte unter den Bedingungen moderner Speicherarchitekturen zunehmend an technische Grenzen stoßen. Ursache ist dabei nicht fehlende Disziplin in der Datensicherung, sondern die wachsende Komplexität der Systeme selbst.
Backups sind vorhanden – aber im Ernstfall nicht nutzbar
In vielen der untersuchten Schadensfälle waren Sicherungen grundsätzlich vorhanden, etwa in Form von:
- lokalen Backups auf NAS-Systemen
- Spiegelungen auf externen SSDs oder USB-Speichermedien
- automatisierten Synchronisationen in Cloud-Umgebungen
Trotzdem blieb der Datenzugriff nach einem Defekt häufig unmöglich. Die Gründe dafür liegen nicht im Sicherungsvorgang, sondern in strukturellen Abhängigkeiten zwischen Hardware, Verschlüsselung und Systemlogik.
Verschlüsselung bindet Daten an funktionierende Hardware
Moderne Speicherlösungen arbeiten heute nahezu ausnahmslos mit hardwaregebundener Verschlüsselung. Kryptografische Schlüssel werden dabei direkt in Controllern, Sicherheitschips oder Secure-Enclaves erzeugt und verwaltet.
Aus technischer Sicht bedeutet das: Ohne funktionierende Elektronik lassen sich die gespeicherten Daten nicht entschlüsseln – selbst dann nicht, wenn die Speicherchips physisch intakt sind. Beschädigte Controller oder Leiterplatten blockieren den Zugriff vollständig. Ein vorhandenes Backup bleibt in solchen Fällen formal existent, praktisch jedoch nicht nutzbar.
Replikation vervielfältigt Fehler – nicht automatisch Sicherheit
Auch automatisierte Sicherungs- und Synchronisationssysteme zeigen in der Praxis klare Grenzen. Permanente Replikation sorgt zwar für aktuelle Datenstände, übernimmt jedoch auch unerwünschte Veränderungen:
- logische Fehler
- unbeabsichtigte Löschungen
- beschädigte Datenstrukturen
Diese werden unbemerkt auf alle Kopien übertragen. Im Schadensfall existieren dann mehrere Sicherungen – jedoch ohne eine fehlerfreie Version.
Physische Defekte machen Backups unzugänglich
Hinzu kommen weiterhin klassische physische Schadensursachen, die auch Backup-Systeme betreffen:
- ausgefallene NAS-Controller
- beschädigte SSD-Elektronik
- thermisch oder mechanisch beeinträchtigte Sicherungsmedien
Die Daten sind in diesen Fällen häufig noch vorhanden, bleiben jedoch ohne funktionierende Hardware technisch nicht erreichbar.
Datenrettung beginnt nach dem Backup-Versagen
Diese Schadensbilder führen dazu, dass professionelle Datenrettung heute oft erst dann ansetzt, wenn bestehende Backup-Konzepte keinen Zugriff mehr ermöglichen. Der Wiederzugriff auf verschlüsselte, replizierte oder hardwaregebundene Daten erfordert zunehmend:
- elektronische Reparaturen auf Bauteilebene
- Arbeiten an Controllern und Leiterplatten
- direkte Zugriffe auf Speicherchips außerhalb der Originalhardware
Erst dadurch wird ein Zugriff wieder möglich.
Ausblick
Die bisher ausgewerteten Schadensfälle zeigen, dass sich die technischen Rahmenbedingungen für Datensicherung weiter verändern. Verschlüsselung, enge Hardwarebindung und automatisierte Replikation erhöhen die Komplexität moderner Speicherlösungen – und damit auch die Anforderungen an den Datenzugriff im Schadensfall.
Backups bleiben ein zentrales Instrument der Datensicherheit. Ihre Existenz allein stellt jedoch keinen Zugriff sicher. Entscheidend ist, ob Daten auch dann noch erreichbar sind, wenn Hardware, Controller oder Systemlogiken versagen. Diese Frage gewinnt 2026 weiter an Bedeutung – für private Nutzer ebenso wie für Unternehmen.
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