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ptp20260911013 in Business

Content darf nicht durch Optimierung für KI-Bots seinen menschlichen Charakter verlieren

Sichtbarkeit eines Unternehmens in KI-Antworten oder Overviews braucht mehr als Inhalte für Bots


Inhalte dürfen nicht wegen KI-Bots entmenschlicht werden (Bild: goodRanking)
Inhalte dürfen nicht wegen KI-Bots entmenschlicht werden (Bild: goodRanking)

Berlin (ptp013/11.09.2026/13:00)

Seit dem 31. August 2026 stellt Google neue Search-Console-Berichte zur Sichtbarkeit in generativen Suchfunktionen weltweit bereit. Webseiten-Betreiber können dort sehen, welche Seiten Impressionen in AI Overviews und im AI Mode erzielen. Damit kommt für GEO ein neuer Messpunkt hinzu.

Die goodRanking-Online-Marketing-Agentur lehnt eine zweite redaktionelle Fassung nur für KI-Bots ab. Wer Texte vor allem danach baut, wie leicht Sprachmodelle einzelne Aussagen herauslösen können, verändert auch ihren Charakter. Eigene Einschätzungen und praktische Details geraten dabei leicht in den Hintergrund.

GEO verlangt gezieltere Themen- und Quellenwahl sowie eine sorgfältige Auswertung der Ergebnisse

Unternehmen sollten für GEO zusätzlich erfassen, bei welchen Fragen ihre Marke genannt wird, welche Seiten als Quelle auftauchen und welche Wettbewerber das Thema besetzen. Danach lässt sich prüfen, ob die eigene Seite eine konkrete Antwort, einen Beleg oder einen Aspekt auslässt, den andere Quellen liefern.

Der Google-Leitfaden zur generativen Suche empfiehlt weiterhin Inhalte, die für Menschen geschrieben sind. Für AI Overviews und AI Mode müssen Texte laut Google nicht eigens für generative KI umgeschrieben oder künstlich in kleine Informationseinheiten zerlegt werden. Spezielle KI-Dateien oder besonderes Markup seien ebenfalls nicht erforderlich.

Semrush und Kevin Indig haben 1.094 Themenbereiche in ChatGPT untersucht, mit mehr als 50.000 Marken und über 600.000 Zitationen. Nur 15,2 Prozent der Themenbereiche hatten nach der verwendeten Definition einen klaren Markenführer. Eine einzelne Testabfrage sagt damit wenig über die Sichtbarkeit einer Marke in einem ganzen Themenfeld aus.

KI-Bots sollten keine eigene redaktionelle Zielgruppe werden

Eine separate Bot-Fassung schafft außerdem ein Pflegeproblem. Ändern sich Leistungsumfang, Konditionen oder fachliche Aussagen, müssen zwei Texte aktualisiert werden. Weichen sie voneinander ab, ist unklar, welche Fassung den aktuellen Stand wiedergibt.

Ein Sprachmodell kann einen Anbieter nennen oder dessen Website zitieren. Wer anschließend auf die Seite kommt und dort nur allgemeine Formulierungen findet, erhält trotzdem keine belastbare Grundlage für eine Entscheidung. Leistungsseiten sollten deshalb konkret erklären, was angeboten wird und worauf Aussagen beruhen. So bleibt der Inhalt für Leser nachvollziehbar und für KI-Systeme verwertbar, ohne eigens für Bots umgeschrieben zu werden.

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