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pte20210730003 Unternehmen/Wirtschaft, Technologie/Digitalisierung

Chinas Chipindustrie soll an die Weltspitze

Kommunistische Parteil will umgerechnet 1,4 Bio. Dollar für die Erreichung des Ziels ausgeben


Leiterplatte: China will Rückstand aufholen (Foto: pixabay.com, analogicus)
Leiterplatte: China will Rückstand aufholen (Foto: pixabay.com, analogicus)

Peking (pte003/30.07.2021/06:10) - Damit Technologieriese China nicht mehr hochentwickelte Mikroprozessoren und andere Chips im Ausland einkaufen muss - im Jahr 2020 immerhin für 350 Mrd. Dollar, will die Regierung nun offensiv gegensteuern. Bis 2025 sollen umgerechnet 1,4 Bio. Dollar in die Entwicklung fortschrittlicher Technologien fließen, berichtet "Bloomberg". Seit 2014 hat die Regierung fast 64 Mrd. Dollar in die Entwicklung der Halbleiterindustrie gesteckt. Dennoch gelang es den chinesischen Unternehmen nicht, technologisch zu Intel, Samsung oder TSMC aufzuschließen.

"Wichtig für das Überleben"

"Technologische Innovationen sind nicht nur wichtig für das Wirtschaftswachstum", sagte Vizepremier Liu He im Mai zu den Top-Wissenschaftlern des Landes. "Sie sind wichtig für unser Überleben." Denn wie schnell die mühsam aufgebauten Strukturen ins Wanken geraten, zeigt das Beispiel Huawei. So hatte die Trump-Regierung das weltweite Smartphone-Geschäft des chinesischen Hightech-Unternehmens mit seinen Restriktionen nachhaltig gestört. Der Hersteller wurde von der Chip-Nachfuhr abgeschnitten.

Hinderlich für den Aufbau einer eigenen Industrie für hochintegrierte Schaltkreise ist auch die Tatsache, dass US-nahe Unternehmen bei Maschinen dominieren, die zur Herstellung von Chips benötigt werden. Der aktuelle Halbleitermangel, eine Folge der Corona-Pandemie, kombiniert mit längerfristigen Trends, hat gezeigt, dass Versorgungsunterbrechungen verheerende Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben können. Nicht zuletzt auch für die chinesische Industrie. Chinas Führung weiß, dass das Land verwundbar ist.

Siliziumkarbid und Galliumnitrid

Lius Strategie, die Versorgungsengpässe durch eine eigene Produktion zu beseitigen, basiert hauptsächlich auf Chips, die aus neuen Materialien wie Siliziumkarbid und Galliumnitrid bestehen, durch die sich Elektronen schneller bewegen können, was die Datenverarbeitung beschleunigt. Hierbei handele es sich um einen neuartigen Ansatz, der China die Chance biete, die Führung in einem Bereich zu übernehmen, in dem das Land nicht so weit zurückliegt wie bei der konventionellen Herstellung von Chips.

(Ende)
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