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pte20220817028 Medizin/Wellness, Forschung/Entwicklung

China: Ein Gramm Salz weniger pro Tag nötig

Studie der Queen Mary University of London belegt Rückgang von Herzinfarkten und Schlaganfällen


Salz: Konsum in China ist extrem hoch und gehört gesenkt (Foto: pixabay.com, günter)
Salz: Konsum in China ist extrem hoch und gehört gesenkt (Foto: pixabay.com, günter)

London (pte028/17.08.2022/10:30) -

Eine geringe Reduzierung der täglichen Aufnahme von Salz um nur ein Gramm könnte fast neun Mio. Herzerkrankungen und Schlaganfälle verhindern und bis zum Jahr 2030 vier Millionen Leben retten. Das besagen Schätzungen einer Modellierungsstudie unter der Leitung der Queen Mary University of London http://qmul.ac.uk . Der Salzkonsum in China gehört mit durchschnittlich elf Gramm pro Tag weltweit zu den höchsten. Der Wert ist mehr als doppelt so hoch als von der chinesischen Regierung empfohlen. Ein hoher Salzkonsum erhöht den Blutdruck und damit das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Auf sie entfallen in China jährlich 40 Prozent aller Todesfälle.

Schrittweise Reduzierung

Das Team hat die Daten zu Bevölkerungsgröße, Salzkonsum, Blutdruck und Diabetes je Region und Alter gesammelt und die Auswirkungen von drei verschiedenen Ansätzen auf die Gesundheit geschätzt. Der erste Ansatz geht von einer Verringerung des Salzkonsums von einem Gramm pro Tag aus, die binnen eines Jahres zu erreichen ist. Beim zweiten Ansatz handelt es sich um das Zwischenziel der WHO einer Verringerung um 30 Prozent bis zum Jahr 2025. Das entspricht einer schrittweisen Reduzierung von 3,2 Gramm pro Tag. Der dritte Ansatz zielt darauf ab, den Salzkonsum bis 2030 auf weniger als fünf Gramm pro Tag zu senken. Dieses Ziel wurde von China im Rahmen von "Healthy China 2030" festgelegt.

In einem nächsten Schritt haben die Forscher den Rückgang des systolischen Blutdrucks und das nachfolgende Risiko von Herzinfarkten, Schlaganfällen und Todesfällen aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen geschätzt. Ausgehend davon, dass erwachsene Chinesen pro Tag elf Gramm Salz zu sich nehmen, würde eine Verringerung von einem Gramm pro Tag den durchschnittlichen systolischen Blutdruck um rund 1,2 mmHg senken. Würde diese Verringerung in einem Jahr erreicht und beibehalten, würden rund neun Mio. Fälle von Herzerkrankungen und Schlaganfällen bis 2030 verhindert. Vier Mio. davon wären tödlich. Wird diese Reduzierung weitere zehn Jahre beibehalten, könnten durch diese Maßnahme rund 13 Mio. Herzinfarkte und Schlaganfälle verhindert werden. Sechs Mio. davon wären tödlich.

Erhebliche Überlebensraten

Das Erreichen des Zwischenziels der WHO bis zum Jahr 2025 würde einen Rückgang des Salzkonsums von 3,2 Gramm pro Tag erforderlich machen. Würde diese Senkung fünf weitere Jahre beibehalten, könnten insgesamt rund 14 Mio. Fälle von Herzerkrankungen und Schlaganfällen mit dem Jahr 2030 vermieden werden. Sechs Mio. dieser Fälle wären in der Folge tödlich. Wird dieser Ansatz bis zum Jahr 2040 verfolgt, könnte die Gesamtsumme der Erkrankungen 27 Mio. Fälle erreichen. Davon wären zwölf Mio. Fälle tödlich.

Das Erreichen des Ziels von Healthy China 2030 würde eine Verringerung des täglichen Salzkonsums von sechs Gramm pro Tag nötig machen. Der durchschnittliche systolische Blutdruck würde sich dadurch um etwas mehr als sieben mmHg verringert. Die Folge wäre das Verhindern von 17 Mio. Fällen von Herzerkrankungen und Schlaganfällen und damit auch das Verhindern von acht Mio. Todesfällen. Laut den Forschern gelten in China die Vorteile eines verringerten Salzkonsums für Männer und Frauen jeden Alters. Die Forschungsergebnisse wurden in "BMJ Nutrition Prevention & Health" veröffentlicht.

(Ende)
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