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pte20200123001 Medizin/Wellness, Kultur/Lifestyle

Cannabis gegen Schmerzen endet oft in Sucht

Haschisch als alternatives Schmerzmittel bei immer mehr erwachsenen US-Amerikanern im Trend


Joint anzünden: oft gegen Schmerzen geraucht (Foto: pixelio.de, Petra Bork)
Joint anzünden: oft gegen Schmerzen geraucht (Foto: pixelio.de, Petra Bork)

New York (pte001/23.01.2020/06:00) - Nicht-medizinischer Cannabiskonsum ist laut einer Studie des Columbia University Vagelos College of Physicians and Surgeons http://ps.columbia.edu bei Erwachsenen weit verbreitet, die unter Schmerzen leiden. Dabei handelt es sich um einen häufigen oder problematischen Konsum. Seit 1996 haben 34 US-Bundesstaaten Gesetze zum medizinischen Einsatz von Marihuana erlassen. In elf Bundesstaaten ist der Konsum in der Freizeit legal.

Fast täglicher Konsum

Studien weisen darauf hin, dass ein starker Konsum das Risiko von Unfällen sowie von Symptomen im Bereich der Atemwege und psychiatrischer Auffälligkeiten erhöht sowie zur Abhängigkeit führen kann. Laut Forschungsleiterin Deborah Hasin wird der Cannabiskonsum von vielen als harmlos angesehen. Der tägliche oder fast tägliche Konsum habe zugenommen.

"In unserer Studie haben wir versucht, Faktoren wie Schmerzen zu identifizieren, die das Risiko einer Abhängigkeit erhöhen", so Hasin. Die Forscher haben die Daten der "National Epidemiologic Surveys on Alcohol and Related Conditions" für die Jahre 2001 bis 2002 und 2012 bis 2013 analysiert. Sie verglichen die nicht medizinischen Nutzungsmuster bei Erwachsenen mit und ohne Schmerzen. Rund 20 Prozent der Teilnehmer beider Umfragen litten an gemäßigten bis schweren Schmerzen.

Klarer Trend feststellbar

Insgesamt erhöhte sich der nicht-medizinische Konsum von rund vier Prozent 2002 auf 9,5 Prozent im Jahr 2013. Zusätzlich ergab die neueste Umfrage, dass Personen mit Schmerzen mit fünf versus 3,5 Prozent deutlich wahrscheinlicher zu einer häufigen, nicht-medizinischen Nutzung neigten. Das Risiko einer Abhängigkeit war mit 4,2 versus 2,7 Prozent ebenfalls deutlich höher. Die Ergebnisse wurden im "American Journal of Psychiatry" veröffentlicht.

(Ende)
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