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pte20000316009 in Forschung

Breitband-Nachfrage lässt SDH-Märkte boomen

Marktvolumen vervierfacht sich binnen fünf Jahren


München (pte009/16.03.2000/10:51)

Dem europäischen Markt für SDH-Übertragungsgeräte und -dienste steht ein kräftiges Wachstum bevor. Nach einer neuen Studie von Marktforscher Frost & Sullivan sollen die Umsätze von 4,6 Milliarden Dollar im Jahr 1999 auf 14,4 Milliarden Dollar im Jahr 2006 ansteigen. Hauptwachstumsfaktoren seien der zunehmende Bedarf an Breitband-Kapazitäten zur Übertragung komplexer Anwendungen, das rasante Wachstum des Internets und die Deregulierung der Telekommunikationsbranche.

Beim explosionsartig wachsenden Datenaufkommen sind die herkömmlichen Netztechnologien überfordert. Eine wesentlich höhere Übertragungskapazität bietet der SDH-Standard (synchronous digital hierarchy), der datenintensive Anwendungen ohne Abstriche bei Qualität, Zeit, Zuverlässigkeit und Preis verspricht. Wichtigster Sektor im SDH-Markt sind die Übertragungsgeräte mit einem Umsatz von 3,36 Milliarden Dollar (1999). Dieses Segment umfasst Multiplexer, digitale Crossconnect-Multiplexer und Netzsteuerung. Stärkste Produktgruppe sind SDH-Terminals und Add/Drop-Multiplexer, gefolgt von digitalen Crossconnect-Multiplexern.

Führende Hersteller in diesem Bereich sind die Firmen Alcatel, Marconi Communications und Nortel Networks, die gemeinsam über 50 Prozent des Marktes kontrollieren. Wer sich in diesem Sektor langfristig durchsetzen will, muss laut Georgios Bakolas von Frost & Sullivan die Entwicklung von Konkurrenztechnologien wie DWDM (dense wavelength division multiplexing) genau verfolgen. Einige Hersteller bieten deshalb bereits integrierte SDH-Lösungen mit
DWDM-Funktionalität an.

Den zweitgrößten Sektor bildeten 1999 die SDH-Übertragungsdienste mit einem Umsatz von 1,25 Milliarden Dollar. Die Prognosen für diesen Bereich sind äußerst positiv. Anbieter von SDH-Diensten im Orts- und Fernverkehr werden vor allem vom Geschäft mit Großunternehmen profitieren, denn der Bedarf an sicherer und qualitativ hochwertiger Breitband-Übertragung wächst zusehends. Die Deregulierung der Telekommunikationsmärkte hat ein übriges zum harten Wettbewerb zwischen früheren Monopolisten und neuen Anbietern geführt. Mittelfristig ist mit einer Welle von Zusammenschlüssen und Übernahmen zu rechnen.

Problematisch für die Diensteanbieter ist noch das Fehlen einheitlicher europäischer Standards. Erhebliche nationale Unterschiede bei der Umsetzung von EU-Regelungen erschweren den Marktzutritt. Auch die mangelnde Kompatibilität, etwa bei den Netzkontrolleinrichtungen (network management systems - NMSs), wirkt sich laut Studie negativ aus. Die Frage nach der Kompatibilität hat einen entscheidenden Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit der Technologie. Strategisch wichtig ist schließlich, wie schnell Hersteller und Diensteanbieter neue STM-Ebenen einführen können, die noch schneller sind als STM-64. Geschwindigkeit ist vor allem auf der Geräteseite ein wichtiger Wettbewerbsfaktor, so die Studie 'The European SDH Transmission Equipment and Services Market' (4150,- Euro, 305 Seiten) abschließend. (hightext) http://www.frost.com (Ende)
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