pte20081216022 in Leben
Brasilien: Hacker Schuld an Regenwaldrodung
Insgesamt 1,7 Mio. Kubikmeter illegales Holz exportiert
Belém (pte022/16.12.2008/11:45)
In Brasilien sorgt derzeit ein Hacker-Skandal der etwas anderen Art für Aufregung. Dort haben sich Cyber-Kriminelle Zugang zu den Rechnern der brasilianischen Regierung verschafft, um die in speziellen Datenbanken verwalteten Informationen über Holzexporte zu manipulieren. Wie die Umweltorganisation Greenpeace http://www.greenpeace.org nun aufgedeckt hat, führten diese Angriffe dazu, dass es 107 Unternehmen ermöglicht wurde, insgesamt 1,7 Mio. Kubikmeter Regenwaldholz illegal zu schlagen und aus dem Land zu transportieren. "Das ist genug, um 780 Olympia-Schwimmbecken zu füllen", verdeutlicht Greenpeace das Ausmaß des Schadens. Die Non-Profit-Organisation (NPO) ist fest davon überzeugt, dass die Hacker im Auftrag der Unternehmen gehandelt haben. Um zu klären, wie es zu diesem Skandal kommen konnte, bereitet der brasilianische Staatsanwalt mittlerweile eine Klage gegen 202 Verdächtige vor, bei der ein Schadenersatz in der Höhe von insgesamt zwei Mrd. Real (rund 614 Mio. Euro) eingefordert wird.
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