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pte20210614034 Bildung/Karriere, Kultur/Lifestyle

Bildungserwartung statt Hausaufgabenkontrolle

Unabhängig vom sozioökonomischen Status sollten Eltern auch Schulaktivitäten unterstützen


Mutter und Tochter: Kontrolle ist eher kontraproduktiv (Foto: pixabay.de/Juuucy)
Mutter und Tochter: Kontrolle ist eher kontraproduktiv (Foto: pixabay.de/Juuucy)

München (pte034/14.06.2021/13:57) - Positive Erwartungshaltung vermitteln und bei schulischen Aktivitäten dabei sein, anstatt Hausaufgaben zu kontrollieren. Eltern, die den Erfolg ihrer Kinder beeinflussen wollen, sollten unabhängig vom sozioökonomischen Status motivieren und nicht Druck machen. Das zeigt die eigenen Angaben nach "bislang umfangreichste Forschungssynthese" von Experten der Technischen Universität München (TUM) http://tum.de zur Beteiligung der Eltern in der Schulzeit ihrer Kinder. Hierzu wurden 18 Metastudien, die wiederum rund 1.700 einzelne Studien beinhalten, ausgewertet.

Selbstständiges Arbeiten fördern

Laut den Forschern entwickeln Kinder eine positivere Einstellung zum Lernen, wenn sie ermutigt werden, selbstständig zu arbeiten, zum Beispiel eigene Lösungswege auszuprobieren. Gute Leistungen könnten Eltern begünstigen, wenn sie zu Hause eine Umgebung schaffen, die zum Lernen geeignet ist. Hilfe bei den Aufgaben kann sich jedoch negativ auswirken, wenn sie sich darin erschöpft, die Kinder zu kontrollieren, heißt es. Dies sei vor allem bei Schülern mittleren Alters der Fall. Lohnender sei es, Regeln festzulegen, wann und wo Aufgaben erledigt werden. Eltern könnten positiv stimulieren, wenn sie Hilfestellungen anböten und Feedback zur Genauigkeit der Bearbeitung gäben.

Positive Erwartungshaltung zur Bildung vermitteln, heißt laut den Forschern konkret: Indem Eltern mit ihren Kindern über mögliche Leistungen, Abschlüsse oder Berufswege sprechen, Lernstrategien diskutieren oder Lob und Kritik möglichst differenziert auf einzelne Schularbeiten beziehen, können sie positiv darauf einwirken, was sich die Kinder in den einzelnen Fächern selbst zutrauen und inwieweit sie sich in der Schule engagieren. Dieser Effekt nähme mit dem Alter der Jugendlichen zu. Weniger wirkungsvoll seien Diskussionen über Bedeutung von Bildung im Allgemeinen, halten die Münchener Studienautoren fest.

(Ende)
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