ptp20260117001 in Leben

Baumpflege und Garten: Stabilität und Tragfähigkeit als Einflussfaktoren bei Baumarbeiten

Sind Bäume nicht stabil genug, bietet eine Hebebühne eine sichere Alternative für die Baumfällung


Einsatz einer Hebebühne bei Baumkontrolle vor einer Baumfällung (Foto: Pawel Kowalczyk)
Einsatz einer Hebebühne bei Baumkontrolle vor einer Baumfällung (Foto: Pawel Kowalczyk)

Berlin (ptp001/17.01.2026/11:10)

Baumeigentümer müssen die Verkehrssicherheit ihrer Bäume regelmäßig prüfen. Wenn die Stand- und Bruchsicherheit nicht wiederhergestellt werden kann, ist eine Fällung oft der einzige Weg. Besonders bei engen Platzverhältnissen ist dabei eine kontrollierte Abtragung entscheidend, um den Baum ohne Schäden und Stück für Stück zu entfernen.

Schon vor Beginn der Fällarbeiten hat die Sicherheit oberste Priorität. Eine sorgfältige Untersuchung des Baumzustands durch einen Fachmann ist daher unerlässlich. Das Ergebnis bestimmt die Wahl der Technik: Ist das Klettern aufgrund von Schäden zu riskant, stellt die Hebebühne oft die sicherste Lösung für eine Baumfällung dar.

Beachtung der Baumschutzverordnung steht an erster Stelle

Bei Baumfällarbeiten ist die Einhaltung rechtlicher Vorgaben zwingend erforderlich. Da in der Regel kommunale Baumschutzverordnungen gelten, muss vorab geprüft werden, ob eine behördliche Genehmigung erforderlich ist. Diese wird meist nur bei triftigen Gründen wie mangelnder Stand- und Bruchsicherheit erteilt. Das Fällen geschützter Bäume ohne offizielle Erlaubnis ist verboten. Ein sofortiges Eingreifen ist nur bei akut drohender Gefahr gestattet, die keine lange Vorlaufzeit ermöglicht. Ist Zeit vorhanden, muss der Bereich abgesperrt und die Behörde informiert werden. In extremen Gefahrensituationen führt oft die Feuerwehr das notwendige Fällen des Baumes durch.

Sichtkontrollen und eingehende Untersuchungen sind Teil der Planung

Um eine Fällgenehmigung für geschützte Bäume zu erhalten, muss der Antrag stichhaltig begründet werden. Als objektiver Nachweis dienen dabei die Ergebnisse einer professionellen Baumkontrolle oder eines Gutachtens. Diese belegen der Behörde, dass die Stand- oder Bruchsicherheit irreparabel geschädigt ist und die Verkehrssicherheit nicht wiederhergestellt werden kann.

Zur Beurteilung der Stand- und Bruchsicherheit dient im ersten Schritt eine fachlich qualifizierte Inaugenscheinnahme. Bleiben Zweifel bestehen, können technische Diagnoseverfahren wie die Schalltomografie oder Zugversuche zum Einsatz kommen, um das Holzinnere zu analysieren. Eine Fällung wird notwendig, wenn die Verkehrssicherheit dauerhaft nicht mehr gewährleistet werden kann. Häufige Ursachen für diese irreparable Instabilität sind fortgeschrittene Fäulnis durch Pilzbefall, massive Höhlungen oder Risse im Stamm. Auch ein beschädigter Wurzelbereich mindert die Standsicherheit oft so stark, dass ein Erhalt des Baumes unmöglich wird.

Seilunterstützte Arbeitsverfahren sind flexibel, haben aber auch Grenzen

Die Stand- und Bruchsicherheit eines Baumes entscheidet maßgeblich über die Wahl der Fällmethode. Zentral ist dabei die Frage, ob der Baum noch gefahrlos beklettert werden kann. Ist die Stabilität gegeben, bewährt sich die Seilklettertechnik (SKT). Sie ermöglicht selbst an schwer zugänglichen Orten eine präzise Baumabtragung, die stückweise erfolgt. Sind jedoch gravierende Schäden vorhanden, die das Klettern zu riskant machen, ist der Einsatz eines Hubsteigers unerlässlich. Hier hat die Baumfällung mit einer Hebebühne an zugänglichen Standorten den Vorzug, dass der Baum nicht durch zusätzliches Gewicht belastet wird. Etwa bei Risikobäumen, die zu brechen oder umzustürzen drohen.

Einsatz von Hebebühnen eröffnet bei Baumfällungen weitere Optionen

In dicht bebauten Gebieten ist eine Fällung am Stück oft nicht möglich. Der Baum muss daher kontrolliert und stückweise abgetragen werden, damit auf dem eigenen sowie benachbarten Grundstücken nichts zu Schaden kommt. Ein Hubsteiger erlaubt einen präzisen Zugang zur Krone, unabhängig vom Baumzustand. Anders als bei der Seilklettertechnik, welche die Bekletterbarkeit des Baumes voraussetzt. Die sichere Anwendung einer Hebebühne zur Durchführung der Baumfällung setzt einen zugänglichen Standort und tragfähigen Untergrund voraus. Mehr Informationen zu diesem Thema unter https://www.baumpflege-und-garten.de/baumfaellung/baumfaellung-mit-hebebuehne-an-zugaenglichen-standorten/.

Für die Fällarbeiten stehen je nach Einsatzort verschiedene Hubarbeitsbühnen zur Wahl: LKW-Arbeitsbühnen bieten große Reichweiten für straßennahe Einsätze. Für Gärten oder unwegsames Gelände eignen sich dagegen wendige Raupenbühnen mit Kettenfahrwerk. Unabhängig vom gewählten Gerät ist für Motorsägenarbeiten im Arbeitskorb die Fachkunde "AS Baum 2" erforderlich. Dieser Nachweis garantiert, dass das Personal die speziellen Schnitttechniken und Sicherheitsstandards beherrscht, um Risiken bei der Baumabtragung zu minimieren.

(Ende)
Aussender: Baumpflege und Garten
Ansprechpartner: Pawel Kowalczyk
Tel.: +49 30 33 60 43 74
E-Mail: kontakt@baumpflege-und-garten.de
Website: www.baumpflege-und-garten.de
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