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pts20260728006 in Leben

Architektur der Liebe – gelingende Beziehungen

Paarbeziehungen sind ein Universum für sich


Architektur der Liebe (Bild: Spiraldynamik®)
Architektur der Liebe (Bild: Spiraldynamik®)

Zürich (pts006/28.07.2026/06:30)

Verstehen, Gefühle, Körperlichkeit, Sexualität, Sicherheit und Intimität: Am my health congress am 14. Nov. 2026 erklärt die Paartherapeutin, Psychologin und Sexologin Caroline Fux die neurobiologischen und psychologischen Grundlagen gelingender Beziehungen. Das wird spannend ...

Warum Verstehen mehr als Kognition ist

Im Alltag und in der therapeutischen Praxis begegnen wir häufig diesem Phänomen: Kognitives Wissen ist reichlich vorhanden, wird jedoch nicht in konkretes und kompetentes Handeln umgesetzt. Theoretisch wüssten die Beteiligten, wie sie eine Veränderung herbeiführen könnten, aber es gelingt ihnen nicht. Oder sie formulieren als Paar Botschaften aneinander, fühlen sich im Austausch jedoch nicht wirklich gehört, gesehen oder verstanden.

Kognitive Dissonanz und der «Platzhirsch» Kortex

In unserer westlichen Gesellschaft, aber auch in grossen Teilen der medizinisch-therapeutischen Fachwelt, liegt der Fokus stark auf dem Kortex – dem Sitz von Logik, Theorie und rationaler Lösungsansätze. Erklärungen und Botschaften, die sich allein an den Kortex richten, greifen in der Regel zu kurz, da Menschen nun einmal nicht ausschliesslich logisch denken und handeln. Der Fachbegriff für diese Diskrepanz zwischen Wissen und Handeln ist kognitive Dissonanz. Viele Menschen wissen theoretisch, was sie in schwierigen Situationen entlasten und weiterbringen würde. Dennoch führt der innere Dialog nicht ins Handeln, die Betroffenen kommen nicht ins Tun – oder zumindest nicht nachhaltig. Sie spüren einen inneren Widerstand oder werden durch somatische Blockaden ausgebremst.

  • Zutiefst traurige Menschen werden selten durch Aussagen wie «Du musst nicht traurig sein» abgeholt und getröstet.
  • Wer an Angst oder Unbehagen leidet, entspannt sich selten durch die reine Information, dass die Angst unbegründet ist.
  • Wer in Scham und Minderwertigkeitsgefühlen im Boden zu versinken droht, lässt sich kaum durch den Hinweis aufrichten, er müsse sich nicht schämen.

Dennoch versuchen wir oft, emotionale oder vegetative Probleme auf der kognitiven Ebene zu lösen – bei uns selbst und bei anderen. Sicherheit und Verbundenheit, die Essenz des «wirklich gehört und gesehen werden», lassen sich nicht herbeireden. Sie müssen physiologisch erlebt werden.

Die therapeutische Erfahrung zeigt, dass rein informative Ansätze oft scheitern, wenn die Unterstützung auf der falschen neurobiologischen Ebene ansetzt oder gar nicht erkannt wird, dass Erlebnisse und Botschaften auf verschiedenen «Stockwerken» stattfinden und verarbeitet werden (Fortsetzung folgt «Das 4-Stockwerk-Modell»).

Teilnahme

Caroline Fux ist Referentin am my health congress 2026 - The Big Five. my health congress 2026 - The Big Five findet in Rapperswil/SG im ENTRA sowie als Stream online statt. Die Teilnahme kostet CHF 280 | EUR 280.

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Anmeldung >>

Text: Christian Larsen (Programmverantwortlicher; Juni 2026)

(Ende)
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