pte20080807020 in Leben
Arbeitsbedingungen in der Sportartikelindustrie katastrophal
"Von 100 Euro bekommt eine Näherin nicht einmal 40 Cent"
Wien/Peking (pte020/07.08.2008/13:15)
"Von 100 Euro, die ein Sportschuh im Handel kostet, bekommt eine Näherin in Asien nicht einmal 40 Cent", sagt Michaela Königshofer, Koordinator der Clean Clothes Kampagne http://www.cleanclothes.at , gegenüber pressetext. "Wie die Menschen in Asien arbeiten müssen, ist nicht nur eine Zumutung, sondern lebensunwürdig", unterstreicht auch Rudolf Hundstorfer, Präsident des Österreichischen Gewerkschaftsbundes, heute, Donnerstag, auf der Play-Fair-Pressekonferenz http://www.playfair2008.org in Wien. Wie viele Leute dieses Schicksal trifft, wisse man nicht mit Sicherheit. Doch es dürften Hundertausende sein. "Viel wurde vor Olympia versprochen. Die Lebensbedingungen und die Bürgerrechte sollten verbessert werden. Getan hat sich rein gar nicht - die Lage hat sich sogar verschlechtert", erzählt Königshofer, die kürzlich selbst erst in Hongkong zu Nachforschungen war. Vor allem NGOs könnten seit einigen Monaten noch weniger frei als früher in China agieren. "Speziell in Hongkong hat man NGOs gewarnt Proteste oder Aktionen während der Spiele zu machen", erklärt Königshofer. "Und diesen Drohungen ist man auch nachgekommen, da man nicht Partner in Zentralchina gefährden wollte."
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