Putzmittel bleiben große Gefahr für Kinder
Waschmittelpackungen und Sprühflaschen verursachen laut US-Langzeit-Studie viele Verletzungen
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Sprühflasche im Haushalt: Gefahrenquelle für Kinder (Foto: pixabay.com, Squirrel_photos) |
Columbus (pte021/02.04.2026/10:30)
Mädchen und Jungen sind gesundheitlich stark durch Putzmittel gefährdet. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Center for Injury Research and Policy (CIRP). Demnach standen in den USA zwischen 2007 und 2022 über 240.800 Besuche in Notaufnahmen von Krankenhäusern mit Verletzungen durch Reinigungsmittel und Bleichmittel in Zusammenhang. Das entspricht einer Verletzung alle 35 Minuten. Die Untersuchung bezog sich nur auf Kinder unter fünf Jahren. Die Forschungsergebnisse wurden kürzlich im Fachmagazin "Pediatrics" veröffentlicht.
Haushalt ist oft Ort des Geschehens
Waschmittelpackungen erwiesen sich mit einem Anteil von 33 Prozent auch 2022 als die Hauptursache für Verletzungen. Bei Kindern zwischen einem und zwei Jahren bestand das größte Risiko von Verletzungen durch Reinigungsmittel im Haushalt. Laut der Studienautorin Rebecca Mc Adams ist das auf die kindliche Entwicklung zurückzuführen: "Kleine Kinder erkunden die Welt, in dem sie Dinge in den Mund nehmen. Sie können nicht lesen und daher die möglichen Gefahren dieser Produkte nicht erkennen."
Waschmittelpackungen verursachen häufig Verletzungen. Auch Sprühflaschen sind mit einem Anteil von 28 Prozent aller Verletzungen eine Hauptursache. Die meisten dieser Vorfälle betrafen die Augen und führten häufig zu Verätzungen, Vergiftungen sowie Dermatitis und Bindehautentzündungen.
Kinder schlucken Produkte
Fast ein Vierteil dieser Verletzungen war darauf zurückzuführen, dass eine andere Person das Kind mit dem Inhalt der Sprühflaschen in Kontakt brachte. Als die häufigste Ursache für Verletzungen erwies sich das Schlucken des Produkts. Vergiftung lautete die häufigste Diagnose. Fast alle Vergiftungen waren auf das Verschlucken einer Substanz zurückzuführen.
Die Daten für die Studie stammten vom National Electronic Injury Surveillance System (NEISS). Dabei handelt es sich um eine Datenbank, die landesweite Informationen zu Aufnahmen in Notaufnahmen zur Verfügung stellt.
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