DNA spielt entscheidende Rolle für gesunde Alterung
Australisches Forscherteam entschlüsselt das Zusammenspiel von Lebensstil und Genetik
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DNA: Entscheidende Rolle beim Altern (Foto: LaCasadeGoethe, pixabay.com) |
Adelaide (pte010/01.04.2026/10:30)
Lebensstil und Verhalten sowie der sozioökonomische Status spielen wichtigen Rollen für ein gesundes Alter. Diese Schlüsselfaktoren können in Abhängigkeit von der DNA eines Menschen jedoch unterschiedlich wirken. Zu dieses Ergebnis kommt eine internationale Studie unter der Leitung der Adelaide University.
Sie zeigt erstmals, wie die Qualität der Ernährung, körperliche Aktivität, Rauchen, Bildung, das Arbeitsverhältnis und soziales Engagement sich auf den Alterungsprozess auswirken - je nach genetischer Veranlagung. Die Ergebnisse der Studie sind kürzlich in "The Journals of Gerontology: Biological Sciences" publiziert worden.
Intrinsischen Kapazität entscheidet
Die Forscher konzentrierten sich mit der intrinsischen Kapazität auf einen Schlüsselindikator für gesundes Altern. Sie repräsentiert die Gesamtheit aller körperlichen und geistigen Fähigkeiten, auf die während eines Lebens zurückgegriffen wird. Damit wird es Menschen ermöglicht, eine gesunde Funktionsfähigkeit und das Erledigen von alltäglichen Aufgaben, die Kommunikation und ein soziales Engagement aufrechtzuerhalten.
Dabei wertete das Team die Daten von mehr als 13.000 Personen aus, die an der Canadian Longitudinal Study on Ageing (CLSA) teilgenommen hatten. Es zeigte sich, gesünderes Altern, also eine größere intrinsischen Kapazität, mit einer ganzen Reihe von Faktoren in Zusammenhang stand. Dazu gehörten größere körperliche Aktivitäten, eine bessere Ernährung, ein höherer Bildungsabschluss, die Berufstätigkeit sowie soziales Engagement.
Rauchen und Schlafdauer
Eine geringere intrinsischen Kapazität oder eine mit dem Alter eingeschränkte Funktionalität hing mit dem Rauchen und einer nicht optimalen, also kürzeren oder längeren Schlafdauer zusammen. Beide Faktoren waren für ein gesundes Altern schädlich.
Die negativen Folgen von zu wenig Schlaf waren bei Personen mit einem genetischen Vorteil jedoch geringer. Sie verfügten bei der intrinsischen Kapazität jedoch über eine höhere genetische Vorbelastung. Die negativen Folgen von langem Schlafen waren bei Personen mittleren Alters, also zwischen 45 und 64 Jahren, deutlicher ausgeprägt. Dies war der Fall, obwohl sie bei der intrinsischen Kapazität über eine höhere genetische Prädisposition verfügten.
Die Ernährung mit einer Mittelmeerdiät und ein höherer Bildungsabschluss erwiesen sich für gesunde Langlebigkeit als großer Vorteil - selbst wenn diese Personen bei der intrinsischen Kapazität über eine geringere genetische Prädisposition verfügten. Laut Erstautor Melkamu Bedimo Beyene waren diese genetischen Auswirkungen in der Lebensmitte ausgeprägter als später im Leben. Damit liegt nahe, dass Lebensstil und soziale Kontakte beim Altern eine zunehmend wichtige Rolle für die Leistungsfähigkeit spielen. Laut den Forschern ist die gute Nachricht, dass sich manche dieser Faktoren beeinflussen lassen.
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