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pte20221128020 Bildung/Karriere, Politik/Recht

Corona: Schulschließungen schaden Kindern

Mädchen, Ärmste der Armen und jene aus ländlichen Regionen sind besonders stark betroffen


Mädchen: in Äthiopien besonders benachteiligt (Foto: pixabay.com, Kenneth Elsner)
Mädchen: in Äthiopien besonders benachteiligt (Foto: pixabay.com, Kenneth Elsner)

Cambridge/Addis Ababa (pte020/28.11.2022/10:30) -

Schulschließungen während der COVID-19-Pandemie haben die soziale und emotionale Entwicklung von einem Teil der ärmsten Kinder der Welt schwer beeinträchtigt. Davon betroffen war auch ihr schulischer Fortschritt, wie Studien der University of Cambridge und der Addis Ababa University belegen. Eine Erhebung mit über 2.000 Grundschülern in Äthiopien hat gezeigt, dass entscheidende Aspekte der sozialen und emotionalen Entwicklung der Kinder, wie ihre Fähigkeit, Freundschaften zu schließen, während der Schließungen nicht nur blockiert wurde, sondern sich wahrscheinlich verschlechterte.

Bildungsgefälle nimmt weiter zu

Kinder, die sich vor der Pandemie im Gespräch mit anderen sicher fühlten oder mit Gleichaltrigen gut auskamen, waren 2022 weniger wahrscheinlich dazu in der Lage. Kinder, die im Bereich der Bildung bereits benachteiligt waren - Mädchen, die Ärmsten der Armen und Kinder aus ländlichen Regionen - scheinen besonders stark betroffen zu sein, so die Forscher. Diese Studie und eine weitere haben Daten mit rund 6.000 Kindern aus der ersten und vierten Klasse der Grundschule miteinander verknüpft. Es fanden sich auch hier wissenschaftliche Belege für einen verlangsamten schulischen Fortschritt.

Kinder haben mindestens ein Drittel des Schuljahres während des Lockdowns verloren. Diese Schätzung bezeichnen die Forscher jedoch als "konservativ". Damit dürfte sich das bereits bestehende Bildungsgefälle zwischen benachteiligten Kindern und dem Rest weiter verstärkt haben. Es gibt Belege dafür, dass diese Entwicklung mit einem Rückgang der sozialen Fähigkeiten in Zusammenhang stehen könnte. Beide Studien nutzen Daten des "Research on Improving Systems of Education"-Programms, um die Situation des Schuljahres 2018/19 mit der 2020/21 zu vergleichen.

Rechentests fallen schlechter aus

Die zweite Studie hat den relativen Fortschritt während der Pandemie mittels der Ergebnisse der Rechentests bei zwei verschiedenen Kohorten von Kindern der ersten und vierten Klasse analysiert. Die Ergebnisse legen nahe, dass die Kinder während der Schließungen zwar schulische Fortschritte machten, jedoch langsamer als erwartet. Der durchschnittliche Punktewert bei Kindern der ersten Klasse lag 2020/21 um 15 Punkte hinter dem von 2018/19. Bis zum Ende des Jahres vergrößerte sich diese Lücke auf 19 Punkte. Eine ähnliche Entwicklung konnte bei den Schülern der vierten Klasse festgestellt werden. Hier lag der Abstand am Ende bei zwölf Punkten.

Ärmere Kinder und Kinder mit einem ländlichen Hintergrund schnitten schulisch durchgängig schlechter ab. Die Abbrecherquoten zeichneten ein ähnliches Bild. Von den 2.700 im Jahr 2019 und 2021 beurteilten Kindern verließ mit 11,3 Prozent mehr als eines von zehn Kindern die Schule während der Schließungen vorzeitig. Besonders betroffen waren Mädchen, Kinder mit schlechteren schulischen Leistungen, die eher aus weniger reichen oder ländlichen Familien stammten. Details wurden in "Longitudinal and Life Course Studies" publiziert.

Emotionale Entwicklung beeinträchtigt

Laut den Forschern steht die negative Auswirkung auf die soziale und emotionale Entwicklung mit der Verlangsamung der schulischen Leistung in Zusammenhang. Kinder, die 2021 schulisch besser abschnitten, berichteten auch eher von besseren sozialen Fähigkeiten. Dieser Zusammenhang ist nicht unbedingt kausal. Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass schulische Erfolge das Selbstvertrauen und das Selbstbewusstsein verbessern sowie dass ein prosoziales Verhalten die schulischen Leistungen beeinflusst.

Es ist daher laut den Forschern möglich, dass diese Stärkung rückgängig gemacht wurde. Beide Studien entsprechen früheren Untersuchungen, wonach Länder mit geringen Einkommen wie Äthiopien in gezielte Programme für Mädchen, Kinder aus ländlichen Regionen und für die Ärmsten investieren müssen, um zu verhindern, dass diese Kinder zurückgelassen werden. Neben schulinternen Nachholprogrammen dürfte es auch nötig sein, jene Kinder zu unterstützen, die die Schule bereits verlassen haben. In Ghana wurde die Initiative "Complementary Basic Education" bereits erfolgreich umgesetzt.

(Ende)
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