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pte20220810004 Auto/Verkehr, Technologie/Digitalisierung

KI macht Computer zum perfekten Piloten

Auch Navigieren im überfüllten Luftraum laut Forschern der Carnegie Mellon University möglich


Bewegungen an Flughäfen im unteren Luftraum: Neue KI soll Piloten künftig ersetzen (Foto: cmu.edu )
Bewegungen an Flughäfen im unteren Luftraum: Neue KI soll Piloten künftig ersetzen (Foto: cmu.edu )

Pittsburgh (pte004/10.08.2022/06:15) -

Forscher der Carnegie Mellon University (CMU) http://cmu.edu haben den ersten auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierten Piloten entwickelt, der autonome Flugzeuge sicher durch einen überfüllten Luftraum navigieren kann. Er vermeidet Kollisionen, vermag vorherzusagen, was andere Flugzeuge als nächstes tun und kommuniziert über Funk mit anderen Piloten und Fluglotsen. Ziel der Forscher ist es, die KI so zu entwickeln, dass das Verhalten ihres Systems nicht von dem eines menschlichen Piloten zu unterscheiden ist.

"Turing-Test" steht noch aus

"Wir glauben, dass er schließlich den Turing-Test besteht", sagt Jean Oh vom Robotics Institute der CMU und Mitglied des KI-Pilot-Teams. Im Turing-Test muss eine Person mehrmals in der Lage sein, fehlerfrei zu bestimmen, ob eine Antwort auf eine gestellte Frage von einem Computer oder einem anderen Menschen gegeben wurde. Kann die Person das nicht, hat der Computer den Test "bestanden", ist also in der Lage, wie ein Mensch zu handeln und zu "denken".

Um mit anderen Flugzeugen zu interagieren, wie es ein menschlicher Pilot tun würde, verwendet die KI sowohl Bilder als auch natürliche Sprache, um ihre Absicht anderen Flugzeugen mitzuteilen, unabhängig davon, ob sie von Menschen geflogen werden oder nicht. Das führt zu einer sicheren und sozial konformen Navigation. Die Forscher haben das erreicht, indem sie die KI mit Daten trainierten, die am Allegheny County Airport und am Pittsburgh-Butler Regional Airport gesammelt wurden und Luftverkehrsmuster, Bilder von Flugzeugen und Funkübertragungen enthielten.

Verbalkommunikation als Ziel

Die KI verwendet sechs Kameras und ein Computer-Vision-System, um Flugzeuge in der Nähe zu erkennen, ähnlich wie es menschliche Piloten tun. Sie verwendet Sprachverarbeitungstechniken, um sowohl eingehende Funknachrichten zu verstehen als auch mit Piloten und Fluglotsen verbal zu kommunizieren.

Der Fortschritt beim autonomen Fliegen wird die Möglichkeiten von Drohnen, Lufttaxis, Hubschraubern und anderen Flugzeugen vereinfachen, Menschen und Waren zu transportieren, Infrastruktur zu inspizieren, Felder zum Schutz von Ernten zu behandeln und Wilderei oder Entwaldung zu überwachen. Das geschieht oft in Lufträumen, die von zahlreichen Luftfahrzeugen benutzt werden. Bisher ist autonomes Fliegen nur im hohen Luftraum möglich (Autopilot), und auch nur, weil die Flugzeuge in ihnen zugewiesenen Korridoren und Höhen fliegen.

(Ende)
Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Wolfgang Kempkens
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