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pte20220525001 Medizin/Wellness, Forschung/Entwicklung

Schlaganfall: Gabapentin fördert Regeneration

Experimente mit Mäusen vielversprechend - Aktivität eines schädigenden Proteins unterdrückt


Schlaganfall verursacht einen schwarzen Fleck im Gehirn (Foto: Andrea Tedeschi)
Schlaganfall verursacht einen schwarzen Fleck im Gehirn (Foto: Andrea Tedeschi)

Columbus (pte001/25.05.2022/06:00) -

Gabapentin, ein Medikament, das bei Epilepsie und Nervenschmerzen verabreicht wird, kann auch die Folgen eines Schlaganfalls lindern. Das haben Forscher der Ohio State University http://osu.edu in Experimenten mit Mäusen herausgefunden. Es hilft dabei, Neuronen auf der unbeschädigten Seite des Gehirns die Arbeit zerstörter Zellen zu übernehmen.

Fortschritte nach sechs Wochen

Die Experimente haben einen ischämischen Schlaganfall beim Menschen nachgeahmt, der auftritt, wenn ein Gerinnsel den Blutfluss blockiert und Neuronen in der betroffenen Gehirnregion absterben. Es zeigte sich, dass eine sechs Wochen dauernde Behandlung, bei der die Tiere täglich Gabapentin bekamen, die feinmotorischen Funktionen in den oberen Extremitäten wiederherstellte.

Die funktionelle Erholung setzte sich auch fort, nachdem die Behandlung beendet war. Bei Kontroll-Mäusen, die das Medikament nicht erhielten, registrierten die Forscher dagegen kaum Fortschritte. Das Team um Andrea Tedeschi hatte zuvor ermittelt, dass Gabapentin die Aktivität eines Proteins blockiert, das, wenn es nach einer Verletzung des Gehirns oder des Rückenmarks in erhöhten Mengen exprimiert wird, das Nachwachsen von Axonen behindert - den langen, schlanken Erweiterungen von Nervenzellkörpern, die Signale übertragen.

Vergleich mit Brems- und Gaspedal

"Stellen Sie sich vor, dieses Protein ist das Bremspedal und die Erholung ist das Gaspedal. Sie können auf das Gaspedal drücken, aber nicht beschleunigen, solange Sie auch auf das Bremspedal drücken. Wenn man aber den Fuß vom Bremspedal nimmt und nur noch das Gaspedal betätigt, beschleunigt sich die Regeneration", sagt Tedeschi.

Der Behandlungsschwerpunkt nach einem ischämischen Schlaganfall besteht darin, den Blutfluss im Gehirn so schnell wie möglich wiederherzustellen. In dieser Phase spielt Gabapentin keine Rolle. Erst danach wirkt es. Die Forscher haben beobachtet, dass Neuronen auf der unbeschädigten Seite des Gehirns Axone ausbilden, die die Signalübertragung zu den Extremitäten übernehmen. Tedeschi: "Das Nervensystem von Säugetieren hat eine gewisse intrinsische Fähigkeit zur Selbstreparatur. Aber wir fanden heraus, dass diese nicht ausreicht, um die Bewegungsfähigkeit wiederherzustellen."

(Ende)
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